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Home : Buchtipps : BUCHTIPPS

BUCHTIPPS

Italiens Weine
Die Reihe der handschuhfach-kompatiblen Weintaschenführer aus dem Hallwag-Verlag hat Zuwachs bekommen: „Italiens Weine“ ist das kompakte Büchlein schlicht betitelt. Auf 372 prall gefüllten Seiten wird hier ein Überblick über die weite Weinwelt Italiens vermittelt. Die Autorin Michéle Shah lebt und arbeitet seit 20 Jahren in Italien und schreibt regelmäßig für bedeutende Fachzeitschriften wie Decanter oder Wein-Gourmet und ist als Beraterin für den italienischen Weinhandel tätig.  Zu Beginn werden alle wichtigen Basisinformationen zum Verständnis italienischer Weine vermittelt. Wissenswertes zu Besonderheiten italienischer Weine, zu Rebsorten (sehr wichtig in Italien!), zu Weinetiketten und ein Glossar stimmen den Leser ein.  Im Hauptteil werden alle Weinregionen des Stiefels vorgestellt, hierbei ist das Werk auf dem neuesten Stand. Alle aktuellen Entwicklungen sind berücksichtigt, wobei kritische Anmerkungen erfreulicherweise auch ihren Platz finden. Die jahrgangsunabhängigen Angaben zu rund 1500 Erzeugern, die mit einem Sternesystem bewertet werden, scheinen mir zutreffend und verlässlich. Hier wurde außer der Qualität des Betriebes auch auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis Wert gelegt. Leider sind, bedingt durch das kompakte Format, die jeweiligen Karten arg klein ausgefallen, sie können nur zur groben Orientierung dienen. Erfreulich ist, dass die Autorin sicher brauchbare Empfehlungen zu regionaltypischen Speisen, zu Hotels und Restaurants gibt, so kann das Büchlein auf Reisen als praktischer Führer und zuhause als Nachschlagewerk gute Dienste leisten.
 Michéle Shah - Italiens Weine
Hallwag Verlag, München, 372 Seiten, 17,90 Euro
ISBN (10) 3-8338-0340-6
ISBN (13) 978-3-8338-0340-6


Der Kleine Johnson

Alle Jahre wieder ist es mit beruhigender Regelmäßigkeit soweit: die Neuauflage des „kleinen Johnson“, des mit 7 Millionen verkauften Exemplaren erfolgreichsten Weinbuches weltweit, kommt auf den Markt. Dieses handliche Taschenbuch ist seit nunmehr 30 Jahren ein nahezu unverzichtbares und immer nützliches Kompendium. Seine Informationen zu über 15 000 Weinen aus aller Welt sind für den Weineinsteiger wie auch den Weinprofi gleichermaßen geeignet. Auf 416 Seiten hat der „Vater“ dieses Standardwerkes, der international renommierte Weinautor Hugh Johnson, zusammen mit 38 unabhängigen Experten wieder unzählige Daten zu Weinen, zu Erzeugern, zu Jahrgängen und ihrer Trinkreife aktualisiert. So kann der Weinfreund sogar etwas über Weine aus Rumänien oder gar aus Texas erfahren, wenn er möchte. Für die Jubiläumsausgabe wurde ein neues, zeitgemäßes Cover spendiert und auch inhaltlich gibt es einige Neuerungen: Die Korrespondenten dieser Ausgabe werden in kurzen Biografien vorgestellt und Hugh Johnson porträtierte etliche Weinbauregionen. Die letzten Jahrgänge 2004 und 2005 werden zu Beginn ausführlicher behandelt und Hugh Johnson hat einige lesenswerte Gedanken zur neuen Welt des Weines verfasst. Den wichtigen Weinbauländern Deutschland und Österreich, in früheren Ausgaben etwas stiefmütterlich behandelt, wurde mehr Platz eingeräumt. Alle anderen Einträge wurden natürlich auf den neuesten Stand gebracht und zu jedem Wein neue, zumeist sehr verlässliche Trinkreifebewertungen vermerkt. Wie immer kommen passende Empfehlungen zu Wein und Speisen sowie Jahrgangstabellen, Rebsortenkunde und Erläuterungen zur Weinbeurteilung nicht zu kurz.  Auch mich hat die jeweilige Neuausgabe des „kleinen Johnson“, sehr erleichtert durch das handliche Format, über lange Jahre in den verschiedensten weinbezogenen Situationen begleitet und sich fast immer als sehr brauchbar erwiesen.
Hallwag Verlag, München, Hardcover, 19,90 Euro
ISBN (10) 3-8338-0342-8
ISBN (13) 978-3-8338-0342-0 


Johnsons Weinwelt
Hier ist die Lektüre für die langen Herbstabende, am Besten begleitet von einem guten Tropfen: „Hugh Johnsons Weinwelt“, oder, viel schöner, „A life uncorked“. Dies ist das definitive Buch, um die Gedanken, Überzeugungen und die Persönlichkeit von einem der profiliertesten Weinkenner dieser Erde kennen zulernen.
Auf 384 mit z.T. privaten Fotos schön illustrierten Seiten wird hier der pralle Kosmos des geballten Erfahrungsschatzes von Hugh Johnson ausgebreitet, vergnüglich und klug verfasst und kongenial übersetzt von Reinhard Ferstl. Dies ist in erster Linie ein sehr persönliches Buch, mit klar umrissenen Standpunkten und ohne falschen Anspruch auf Objektivität. Ausführlich erlebt der Leser die erste Wein-Prägung des Autors am College in Cambridge und seinen Werdegang in der weiten Weinwelt vom Weinschriftsteller, der er heute noch ist, über den Ladeninhaber bis hin zum Erzeuger eigenen Rebensaftes mit. Erfreulich viel englischer Humor schwingt da immer mit. Hugh Johnson, auch Verfasser von langjährig bewährten Taschenführern wie dem „kleinen Johnson“, zeigt sich hier als typisch angelsächsisch geprägter Weinexperte, mit viel Liebe zu den klassischen Weinen wie große Burgunder und legendäre Bordeaux-Chateaus. Als Genießer geht ihm eindeutig Eleganz vor Kraft, Vielschichtigkeit vor Alkoholkonzentration und Reife vor jungem Ungestüm. Da teilt er so manchen Seitenhieb an die oft allzu rasante, moderne Weinszene aus und spart dabei beispielsweise „Weinpäpste“ wie den amerikanischen Kritiker Robert Parker, dessen Einfluss und Methodik die Weinbeurteilung grundlegend veränderte, nicht aus.  Es gibt ausführliche Kapitel über perlenden Wein, über Weiß- und Rotweine. Die Geschichte dieser Weine wie auch das aktuelle Marktgeschehen sind immer präsent, doch Hugh Johnson hat zu allem seine wohlbegründete Meinung, weise, charmant und mit großem Erfahrungshorizont formuliert.
Selbst der Weinkenner wird immer wieder mit kleinen Details zu Erzeugung, Anbau und Genuss von Wein versorgt, die er oft so noch nicht kannte.
Dieses Buch ist eine herrlich kurzweilige Symbiose zwischen gereifter Weinphilosophie und geballtem Weinwissen. – Peter Schneider –
Hugh Johnsons Weinwelt
A life uncorked
Hallwag Verlag, München
384 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
39,90 Euro
ISBN (10): 3-8338-0341-X
ISBN (13): 978-3-8338-0341-3 


Die 5-Elemente-Küche - Chinesische Ess- und Trinkkultur
Bekömmlichkeit und Genuss sind die obersten Prinzipien der Ernährungslehre nach den 5 Elementen der traditionellen chinesischen Medizin. Die sog. "5-Elemente Küche" unterstützt die Gesundheit, stärkt die Lebenskraft, steigert das Wohlbefinden und fördert die Konzentrationsfähigkeit. Das Kochen mit dem Wok ist ein zentrales Hilfsmittel für die Zubereitung von Speisen nach dieser Lehre. Das Grundlagenbuch zu den Prinzipien der "5-Elemente Küche" enthält eine ausführliche Kunde zu Lebensmitteln und deren Wirkung auf den Körper und präsentiert sich als lehrreiches und kulinarisch wertvolles Kochbuch mit medizinischem Unterbau. Autorin Hai Yan Waldmann-Wang beweist auf rd. 200 Seiten und mit mehr als 70 Rezepten, dass sich Gesundheit und Genuss keineswegs ausschließen. Deutlich wird dabei: Die chinesische Küche ist weit mehr als nur Frühlingsrolle, Bami Goreng oder Ente süß-sauer. Die Wirkungsweise der miteinander kombinierten Zutaten auf das Wohlbefinden ist jedem Rezept vorangestellt. Viele Informationen sind alphabetisch geordnet im "Kleinen Lexikon der wichtigsten Lebensmittel" und zwar von Aubergine bis Wantanhülle. "Die 5-Elemente-Küche. Chinesische Ess- und Trinkkultur"; Softcover, Neuer Umschau Buchverlag, 2006, ISBN 3-86528-117-6, 19,90 EUR/32 SFR. Klicktipp: www.umschau-buchverlag.de
Klaus W. Grundstein

Stempel sammeln am Rheinsteig
Koblenz. Auf dem Rheinsteig zwischen Bonn und Wiesbaden können Wanderer seit Ostern Stempel sammeln. Zum Start in den Wanderfrühling hat das Rheinsteig-Büro an markanten Aussichtspunkten und bei Tourist-Informationen insgesamt 30 verschiedene Motiv-Stempel deponiert, die in einem Rheinsteig-Tourenbuch (WanderNOTIZEN) eingetragen werden können. Europas neuer Premium-Wanderweg windet sich über 320 landschaftlich schöne Kilometer vorbei an den Rheinschleifen, an mehr als 40 mittelalterlichen Burgen und Bauten und führt auf teils schmalen Pfaden vom Drachenfels über die Festung Ehrenbreitstein und die Loreley zu den schönsten Aussichtspunkten des Rheines. Das offizielle Rheinsteig Touren- und Wanderstempelbuch mit 12 Luftpostkarten zum Herausnehmen, einem Planungskalender bis 2009, mit Vorschlägen für 20 Tagestouren, guten Übersichtskarten und GPS-Daten zum Download hat viel Platz für eigene Notizen und Fotos. "WanderNOTIZEN Rheinsteig" aus der Serie "Ein schöner Tag", ideemedia/Rheinland-Pfalz Tourismus, 144 Seiten, 12 Postkarten, ISBN 3934342-44-2 ist zu 12,95 EURO im Buchhandel oder beim Rheinsteig-Büro, Löhrstraße 103-105, D-56068 Koblenz erhältlich. Klicktipp fürs Internet: www.rheinsteig.de.
Klaus W. Grundstein

Alte Rezepte neu entdeckt
Früher, das waren die ersten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts, als eine gute Fleischbrühe (Suppe) geschmacklich bestimmt sieben Stunden auf kleiner Flamme köcheln musste. So steht es im Büchlein "Rezepte aus Mainz - ein Kochbuch erzählt". Wie aber kann ein Kochbuch erzählen? Geschichte und Kultur statt Rezepte? Nein, ganz einfach: Ein Mix aus beidem haben Gaby Böhme, Mainzer Journalistin, und Sabine Wentzel-Lietz, Köchin und Dozentin aus Bingen, im Ingelheimer Leinpfad- Verlag auf den Markt gebracht. Grundlage des neuen Werks ist ein Kochbuch, das 1895 mit über 800 Rezepten in Mainz erschien. Es war das "Kochbuch für die Zöglinge der Haushaltungsschule des St. Josef-Stiftes" und offensichtlich für höherer Stände vorgesehen, denn die Rezepte waren in bestem Sinn gutbürgerlich. Die Köchin hat 56 der über 800 Rezepte für Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts überarbeitet und ausgewählt. Unter ihnen finden sich Klassiker wie Kartäuser Klöße oder Mainzer Torte. Sofern sich an der Zubereitung nichts änderte, wurden einige der Rezepte aus sprachlichen Gründen im Originaltext von 1922 übernommen. Journalistin Gaby Böhne brachte die verwendeten Zutaten der Gerichte in kulturgeschichtliche Zusammenhänge und begab sich auf Spurensuche in das Mainz des 19. und 20. Jahrhunderts. Geschichtliches, Anekdoten und Hintergründe erhellen etwas das Leben der Mainzer zu einer Zeit, in der es wohl schon Geschäfte gab, in denen Parmesan und Olivenöl verkauft wurden. Gaby Böhne und Sabine Wentzel-Litz:" Rezepte aus Mainz - ein Kochbuch erzählt". 96 Seiten, Leinpfad-Verlag (Ingelheim), 9,90 Euro, ISBN: 3-937782-38-9.
Klaus W. Grundstein

"Erlebnis Essen"
Da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen: Brot, das "trocken" schon ein Genuss ist, Handkäse, der zart-würzig auf der Zunge zergeht, Tomaten, von aromatisch süß bis fein-säuerlich, würzig-deftiger Schinken, der langsam im Rauch reifen durfte. Aber, wo entdeckt man solche Geschmackserlebnisse im Überangebot von immer gleich schmeckenden Lebensmitteln? Ursula Heinzelmann, Sommelière und Journalistin aus Berlin, der Essen als reine Nahrungsaufnahme zum Stillen des Hungergefühls entschieden zu wenig ist, begibt sie sich in ihrem Buch "Erlebnis Essen" auf eine Spurensuche nach der "Seele des Brotes", dem "Schmelz des Schinkens", der "Farbe der Butter" und der "Sauren Lust der Gurken". Sie hat die Nahrungsmittel, die in unserer kulinarischen Landschaft wachsen, (wieder-) entdeckt mit praxisbezogener Warenkunde, Bezugsadressen und originellen Rezeptideen. Dies ist ein Buch für alle, die von – längst verloren geglaubten - Gaumenfreunden ihrer Kindheit träumen oder endlich wissen wollen, wie Tomaten vor 40 Jahren schmeckten. Hier gibt es Hinweise auf Lebensmittel in ihrer authentischen und lustvollen Form, die im deutschen Überangebot industriell produzierter Gerichte unter zu gehen drohen. Dies sind Produkte mit Persönlichkeit, mit denen das Essen wieder zum Erlebnis wird und buchstäblich mit allen Sinnen genossen werden will. Ein Plädoyer für höhere Ansprüche an die eigene Nahrung mit viel Geschichtlichem aus der deutschen Esskultur, Wissenswertem über Produkte aus deutschen Landen und einigen ganz persönlichen Erlebnissen der Autorin. Hinzu kommen zahlreiche traditionelle und moderne Rezepte von "Klassischem Apfelmus" bis "Kohlrabi Som-Tam" (thailändischer Salat in europäisierter Version). Ursula Heinzelmann "Erlebnis Essen – Vom Duft der Erdbeere und der Würze des Teltower Rübchens", 224 Seiten gebunden mit Bildteil, erschienen im Scherz Verlag, ISBN 13 978-3-502-15013-8 zum Preis von € 18,90 bzw. SFR 33,40. Klicktipp fürs Internet http://www.fischerverlage.de/
Klaus W. Grundstein

"Baden Schlemmerland"
Ein Buch für Badener und Nicht-Badener mit Blick ins Schlemmerland!
Das Buch "Baden Schlemmerland" aus der Edition Kaeflein hält, was esverspricht! Es überzeugt buchstäblich auf den ersten Blick mit seinem bunten Potpourri aus hervorragenden Fotos, Rezepten, Städteportraits und kleinen Geschichten. Baden ist eines der schönsten und beliebtesten Reiseziele Deutschlands. Wunderbare Natur, lebendige Städte, pittoreske Dörfer, barocke Schlösser, verträumte Burgen, malerische Wochenmärkte und gemütliche Wein- und Brauchtumsfeste laden zum Verweilen und Genießen ein. Der Bildband zeigt herrliche Landschaftsimpressionen, Städteportraits und Sehenswürdigkeiten von Wertheim im Norden bis Meersburg im Süden. Weitere Inhalte sind die schönsten Thermen der Region und die größten Natursportevents. Mehr als hundert Rezepte von Martin Hegar machen Appetit auf die vielseitige badische Küche. Die Gerichte sind dabei entsprechend der Jahreszeiten sortiert - von leckeren Spargelgerichten bis hin zum knackigen Wintersalat. Dabei sind die Anleitungen so verfasst, dass auch Nicht-Profis mit ihnen etwas Schmackhaftes auf den Tisch bringen können. Neben traditionellen Gerichten werden leichte und vegetarische Alternativen vorgestellt - auch an deftige Kutteln, erlesenes Rinderfilet und süße Ofenschlupfer mit Vanillesoße wurde gedacht. Die appetitanregenden Fotos von Achim Kaeflein vollenden den Genuss. 250 nützliche Einkehrtipps, Adressen von Restaurants, Winzern und Erzeugern helfen bei der Planung kulinarischer Ausflüge. Achim Kaeflein, Martin Hegar und Hildegard Nies: Baden Schlemmerland - Die besten Rezepte, die schönsten Impressionen ist erschienen bei Edition Kaeflein, Rötebuckweg 9, 79104 Freiburg, Tel.: ++49 (0) 761 5569395, Fax.: ++49 (0) 761 58539739 und hat 216 Seiten, enthält 100 Rezepte, 550 Farbphotos, Hardcover 19 x 25 cm mit Schutzumschlag. Erhältlich im Buchhandel zu 24,80 Euro, ISBN: 3-98810093-1-2; E-Mail: info@edition-kaeflein.de; Klicktipp fürs Internet www.edition-kaeflein.de. Mit ihrem Buch "Baden Schlemmerland" haben die Autoren die touristische Attraktivität Badens mit seinen vielen unterschiedlichen Gesichtern und Landschaften prima mit leckeren badischen Rezepten verbunden, denn sinnliche Landschaftimpressionen, stimmungsvolle Städteportraits und informative Reportagen über Land und Leute umrahmen das Ganze.
Klaus W. Grundstein

Optischer Rausch für Weinfreunde

Das schönste Buch zum Thema Wein ist nun im Feierabend-Verlag erschienen. Es heißt „Weinlandschaften“ und versammelt die eindrucksvollsten Aufnahmen von Deutschlands wohl renommiertesten Weinfotografen Armin Faber aus 25 Jahren. Rund 300 wurden aus dem Faberschen Fundus von sagenhaften 200.000 Fotos ausgewählt, und jedes ist eine Reise in sich. Sie zeigen nicht bloß Güter, Keller und Weinberge – aber die natürlich auch – sondern auch Menschen, Hände, das Leben rund um den Wein. Es gibt Gesichter wie Rebstöcke, Sonnenuntergänge die einen Hang verwandeln, zweiseitige Panoramen wie vom Traisener Rotenfels zum Blick schweifen lassen, rumänische Erntehelfer auf der Fahrt nach Hause, Wachauer Weinberge im Schnee, ein atemberaubendes Foto mit Rebzeilen über dem portugiesischen Strand von Cabo Girao. Aus allen wichtigen Weinländern gibt es Bilder, die ergänzt werden durch kurze, einführende, mit feiner Hand geschriebene Texte von André Dominé. Sie rahmen die fantastischen Fotos ein, welche einem viel über die Weine erzählen, die an den abgelichteten Orten wachsen. Man fragt sich unwillkürlich, ob sie tatsächlich so schmecken wie ihre Heimat suggeriert. Und wer sagt, großer Wein müsse das Terroir schmeckbar machen, der will auch wissen, wie dieses aussieht, wie die Menschen dort leben, der will also das Elternhaus seiner Lieblings-Weine kennen. Mit „Weinlandschaften“ trifft er die richtige Wahl. Ein Buch, das unbedingt mit vollem Weinglas und viel Zeit gelesen werden sollte. Denn es gibt viel zu entdecken in diesem großformatigen, zweisprachigen (deutsch/englisch) Prachtband (295 x 270 mm, 256 Seiten), der im hochwertigen Schuber daherkommt (49,90 Euro, ISBN 3-89985-042-4).
Carsten Henn

Gründliches Kochbuch - Wie die Urgroßmutter unserer Urgroßmutter kochte
Wie die Urgroßmutter unserer Urgroßmutter kochte - das ist in dem Buch "Gründliches Kochbuch" nachzulesen - ein Nachdruck einer 1792 zu Augsburg herausgegebenen Rezeptsammlung, die einen aufschlussreichen Einblick in die Koch- und Zubereitungsmethoden der damaligen Zeit gibt. Süße Mandelsuppe, Krebspastete an Fastentagen oder Frankfurter Gogelhopf - für alle, die einen Rückblick in die kulinarische Historie des 18. Jahrhunderts halten wollen, ist das "Gründliche Kochbuch" ein besonderes, unterhaltsames Lesevergnügen. Zugleich zeigt dieses Kochbuch der Wandel, der sich im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte bei der Wahl der Zutaten, ihrer Mengen und Zubereitung ergeben hat. Susanne Hausburg-Mosbahi schlussfolgert in ihrem prägnanten Nachwort, dass sich manches aus heutiger Sicht zwar kurios liest, die althergebrachten Rezepte jedoch "ein Stück Heimat- und Kulturgeschichte" darstellen. Viele Rezepten sind in Vergessenheit geraten. Dieses "Gründliche Kochbuch" ist die Gelegenheit zu lohnendem Nachkochen. "Gründliches Kochbuch - Das Kochbuch der Urgroßmutter unserer Urgroßmutter" ist die Neuauflage eines Augsburger Kochbuches aus dem Jahr 1792 mit 160 Seiten, 14 x 21 cm, gebunden zum Preis von 9,90 Euro; ISBN 3-928432-15-X; Alois Knürr Verlags GmbH, München; Klicktipp fürs Internet:
http://www.knuerr-verlag.de/index.htm
Klaus W. Grundstein

50 einfache Dinge, die Sie über Wein wissen sollten

Staudt. Wolfgang:  2005.168 S. EUR 14,90/EUA 14,90/SFR 23,00 ISBN 3-938060-04-2
Lieber weiß oder lieber rot? Die Frage kennt man. Aber wieso ist Weißwein eigentlich weiß und Rotwein rot? Warum schmecken manche Weine trocken und manche nicht? Banale Fragen, oder?! Wein zu trinken ist leichter, als ihn zu verstehen. Aber erst wer mehr über den edlen Rebensaft weiß, versteht ihn zu genießen.
Wolfgang Staudt, einer der wenigen deutschen Weinkenner mit dem Diploma in wine and spirits, hat in seinem Buch alles Wissenswerte rund um das Kulturgetränk gesammelt. Ein informativer und amüsanter Leitfaden für Wein. Dabei geht es weniger um die historische Entwicklung oder die verschiedenen Rebsorten, sondern vielmehr um den praktischen, direkten Nutzen für den Weintrinker. Von der Weinauswahl im Geschäft über die korrekte Lagerung bis hin zum richtigen Genießen eines guten Weines - dieses Buch vermittelt dem Leser alle wichtigen Beurteilungskriterien und versetzt ihn in die Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden: Was unterscheidet einen nussigen von einem fruchtig-beerigen Rotwein, wie erkennt man den Tannin- oder Säuregehalt eines Weins, wie liest man das Flaschenetikett, welcher Wein harmoniert mit welchem Essen? Egal ob Anfänger oder regelmäßiger Weintrinker dieses Buch zeigt, dass jeder lernen kann, einen guten Wein zu erkennen und ihn richtig zu genießen. Ein Genuss ist dieses Buch selbst, denn Staudt pflegt einen flotten, emotionalen Schreibstil. Und selbst komplizierte Themen werden dadurch nicht langweilig. Und daher ist es nicht nur ein Einstiegsbuch für Laien und Hobby-Weintrinker mit vielen praktischen Tipps rund um den Weingenuss, sondern auch der „Wein-Profi“ wird Freude an den 166 Seiten haben. Wer Staudt kennt, der weiß, hier ist echter Staudt drin.
Gernot K. Märzhäuser

Soeben erschienen:
Gambero Rosso/Slow Food Editore "Vini d’Italia 2006"
Wer sich eingehend mit italienischem Wein befasst, sollte den "Gambero Rosso" mit seinen Gläser-Wertungen nicht außer acht lassen. Der "Vini d’ Italia" Weinguide erscheint in der 19. Auflage und bewertet insgesamt 15476 Weine von 2126 Produzenten neu. In regionalen Verkostungen, die sich über mehrere Monate ziehen, wurden aus insgesamt rund 25.000 Weinen 1500 herausgefiltert, die als würdig für die Endrunde der Tre-Bicchiere-Anwärter angesehen wurden. Gambero Rosso/Slow Food Editore "Vini d’Italia 2006". Deutsche Ausgabe zu 29,90 Euro, 912 Seiten, Hallwag Verlag, München.
Klaus W. Grundstein

Essen wie die Götter
Die Kost des Mittelmeerraums gilt als besonders bekömmlich und gesund. Die Autoren Myrsini Lambraki und Ingrid Kiefer lüften in ihrem Buch "Die original Kreta-Diät" die großen und kleinen Geheimnisse dieser Kost, zu deren wichtigsten Bestandteilen Gemüse gehört. Fast zu jeder Mahlzeit kommt es auf den Tisch, Fleisch hingegen gibt es meistens nur zu besonderen Anlässen. Fischgerichte spielen eine große Rolle und Olivenöl ist ein unverzichtbarer Speisenfaktor. Kräuter und frisches Obst sind im Prinzip unverzichtbar. Die Mittelmeerkost hat daher einen großen Anteil an Vitaminen und wenig tierischem Fett. Griechischer Ziegen- und Schafskäse und Rotwein runden das mediterrane Speisenangebot ab. Wer sich an die Zubereitungsvorschriften des Buches "Die original Kreta-Diät" mit authentischen Rezepten hält, verwöhnt sich und seine Familie mit schmackhafter und gesunder Küche. Myrsini Lambraki und Ingrid Kiefer: "Die original Kreta-Diät". Kneipp-Verlag, 85 Seiten, durchgehend farbig. Preis: 7,90 Euro, sfr 14,60. ISBN: 3-7088-0355-8. Klicktipp fürs Internet: www.kneippverlag.com oder www.kneippbund.at
Klaus W. Grundstein

Die 150 beliebtesten Weine
Wie sie heißen, wie sie schmecken, was sie kosten
Mit diesem immer noch interessanten Hallwag Wein-Kompass findet jeder Leser auch aus einem großen Angebot leicht den Wein, der ihm schmeckt. Kann man vom Namen eines Weins auf seinen Inhalt schließen? Was verbirgt sich hinter Bezeichnungen wie Amselfelder, Barolo oder Müller-Thurgau? Dieser Kompass lüftet diese Geheimnisse. In alphabetischer Reihenfolge listet er 150 Weine auf, die in Supermärkten, Weinfachhandlungen und Restaurants am häufigsten angeboten werden. Jeder Eintrag gibt Auskunft über die Herkunft, Farbe und Geschmack eines Weines. Er verrät, aus welchen Rebsorten ein Wein gekeltert wurde, wie lange er gelagert werden kann, bei welcher Temperatur er serviert werden sollte, was er kostet und zu welchen Speisen er am besten passt. Mit diesem Wein-Kompass kann jeder Leser auch aus einem großen Angebot leicht den Wein finden, der ihm schmeckt. Jochen G. Bielefeld, Marcus Leusch: Die 150 beliebtesten Weine; HALLWAG Verlag, München; 128 Seiten, Format 9 x 15,4 cm Softcover mit Flexihülle. Preis: € (D) 6,90 / € (A) 7,10 / sFr. 12,80; ISBN 3-7742-6961-0. Klicktipp fürs Internet: www.hallwag.de
Klaus W. Grundstein

Qualitätsboom spanischer Weine hält an
Spaniens Weinwelt im Spiegel seiner bekanntesten Weinführer
Mit seinen 20 autochthonen Rebsorten und dem weltweit größten Bestand an alten Rebstöcken, mit erstklassig ausgebildeten Önologen, die im ganzen Land ihr Augenmerk auf diese gar nicht verborgenen Schätze richten und aus ihnen spektakuläre Weine keltern … so geht das spanische Weinwunder seit 15 Jahren, und ein Ende ist noch längst nicht abzusehen. Schon wieder wurde eine Region „entdeckt“, in der der Genossenschaftssektor wie eh und je vor sich hindümpelt, in der gleichzeitig neue Bodegas Weine produzieren, die mit 90 und mehr Punkten bewertet werden. Die Rede ist von der DO Bierzo – jeder möge suchen, wo das liegt – und der ebenso wenig bekannten roten Rebsorte Mencía. Die Dokumentation dieser rasanten und erfreulichen Entwicklung findet sich in zwei der bekanntesten spanischen Weinführer, von denen einer (Ausgabe für 2005) auch in deutsch vorliegt. Guía Peñín ist das seit 1990 in Spanien erscheinende Standardwerk zum Thema spanischer Wein des Experten und Fachjournalisten José Peñín, der mit mehr als 25 Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet einer der bekanntesten und profiliertesten Verkoster und Meinungsbilder der Weinwelt Spaniens ist. 1975 gründete er einen der ersten Weinclubs Spaniens (CLUVE) und 1980 die erste Fachzeitschrift über Wein mit dem Titel „Bouquet“ herausbrachte. Guía Peñín ist mittlerweile ein Weinführer, der eine Referenz für spanische Weine auf internationalem Niveau darstellt. Die verkaufte Auflage liegt nach Verlagsangaben bei 330.000 Stück. Die Ausgabe 2005, die auch in deutsch vorliegt, aber als solche nicht gekennzeichnet ist, belegt eindeutig den rasanten Vormarsch des spanischen Weins. Noch nie enthielt der Weinführer so viele Weine, und vor allem nicht so viele gute. Er ist das Spiegelbild der konstanten Qualitätsentwicklung auf diesem Gebiet und erlaubt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation auf dem spanischen Markt. Mehr als 10.500 Weine, Cavas und Sherrys sind dort notiert, von denen mehr als 6.100 verkostet, nach dem 100 Punkte-System bewertet und beschrieben werden. Peñín ist mit der Entwicklung der Weinszene in seinem Land durchaus zufrieden, wobei er eine gewisse Präferenz für Weine des „neuen Stils“ zeigt, wie sie in den vergangenen 10 bis 15 Jahren entstanden sind.  Der interessierte Leser und Weinliebhaber findet außerdem nützliche Tipps und Hinweise über den Weinbau und die kontrollierten Anbaugebiete Spaniens (knapp 150 Seiten) sowie ein Register aller Weine und Bodegas. Von besonderem Nutzen ist auch die umfangreiche Recherche der Verkaufspreise spanischer Weine in Deutschland. Eine Auflistung der besten Weine des Jahres und jeder Region ermöglicht eine schnelle Orientierung und ist eine wertvolle Einkaufshilfe für jeden passionierten Sammler. Für die spanische Ausgabe 2006 werden fast 7000 Weine beschrieben, das instruktive Einleitungskapitel, fast ein Buch für sich, wurde auf knapp 200 Seiten erweitert.   Guía de Vinos Gourmets (GVG) zählt zu den Pionieren spanischer Weinführer und erscheint mit der Ausgabe 2006 zum 21. Mal. Aus dem Verlagshaus Grupo Gourmets/Progourmet stammt ebenfalls die Feinschmeckerzeitschrift Club de Gourmets, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern kann.  Blind verkostet und aufgeführt wurden 3.300 Weine nach einem 10 Punkte-System (Abstand ¼ Punkt), wobei 828 Weine ausführlich beschrieben werden, und zwar jene, die mit mehr als 5 Punkten bewertet wurden. Der Weinführer will kein „Zensus“ der spanischen Weine sein und kommt daher – im Vergleich zu Peñín – mit einer geringeren Menge verkosteter Weine aus, die dennoch „die Auswahl der besten spanischen Weine“ darstelle. Als besonderer Service werden jedem notierten Wein die Bewertungen der vergangenen 5 bis 6 Jahre angehängt – so kann man sich der Nachhaltigkeit in der Qualität eines Weins bzw. einer Weinmarke versichern. GVG hat ein sehr aufwendiges Verkostungsschema: Ein ständiges Komitee, bestehend aus 21 Profis (Sommeliers, Chemiker, Önologen, Journalisten – davon fast die Hälfte Frauen) verkostet pro Sitzung maximal 20 Weine, das heißt, für den vorliegenden Guide wurden die Weine in 166 Sitzungen nach dem Konsensprinzip ausgewählt – nur so könne Neutralität gewahrt werden.
Auch der GVG hat an der Spitze seiner Bewertungen einen deutlichen Hang zu den „modernen“ Weinen.
Guía Peñín. Spaniens Weinführer Nr. 1, 1152 Seiten, Königswinter (Heel Verlag) 2005, ISBN 3-89880-433-X, EUR (D) 29,90
Guía Peñín de los Vinos de España 2006, 1392 Seiten, Madrid (Peñín Ediciones) 2005, ISBN 84-95203-30-8, EUR 26,00 €
Guía de Vinos Gourmets 2006, 798 Seiten, Madrid (Grupo Gourmets/Progourmet, S.A.) 2005,  ISBN: 84-95754-56-8, EUR 23,00 (Buch und CD-Rom)
Wolfgang Ehrhardt

Facettenreiches Wien - stille Orte und Höhepunkte
"Wienfacetten" heißt eine neue Buchreihe des Metro-Verlags durch die Wien in neuen Facetten betrachtet und erlebt werden kann. "Das italienische Wien", "Orte der Stille" oder "Wiener Höhepunkte" heißen die literarischen Themenrundgänge durch die Stadt. In der neuen Reihe sind im März die ersten sechs Titel erschienen. Die einzelnen Bände gliedern sich jeweils in rund 50 Kapitel, die zu einem speziellen Ort in Wien eine bemerkens- und lesenswerte Geschichte erzählen. Die kleinen Essays eignen sich auch für die schnelle Lektüre. Ein paar Beispiele: Im Band "Wien und die Pferde" führt die Autorin Martina Bartl klarerweise zu Lipizzanern und Fiakern, aber auch zum Pegasus auf der Staatsoper oder erzählt die Geschichte der Pferdetramway; von Wappen, Gräbern und Palais erzählt hingegen der Band "Kaiser, Macht & Kirche" von Andreas Korsitzky und Klaus Lorbeer. Im Buch der "Wiener Höhepunkte" führen Frederike Demattio und Valentin Demetz-Wille hoch hinaus in die Kuppel der Karlskirche, die Heurigenschenke "Zur Wildsau" beim Lainzer Tiergarten oder auch ins Krapfenwaldbad. Im Band "Frauenspaziergänge" spannt Petra Unger den Bogen von Hotelchefin Anna Sacher über die Trümmerfrauen bis hin zur Prostitution in Wien. "Orte der Stille" hat Autorin Katja Sindemann am Josefsdorfer Waldfriedhof beim Heustadelwasser im Prater oder im Kreuzgang im Servitenkloster gefunden. 55 Ruheoasen in der Großstadt werden beschrieben. Was es mit der Venediger Au auf sich hat ist in dem Band "Italienisches Wien" von Frederike Demattio nachzulesen. Auch wer in Wien die italienische Lebenart sucht, wird bedient. Es gibt Tipps wo man Spezialitäten verkosten und erstehen kann. Die Ziele der Buchreihe fasst der Verlag in dem Motto von Alfred Andersch zusammen: "Umwege erhöhen die Ortskenntnis". So folgen den jetzt vorgestellten Bänden im Juni die Titel "Wien und die Kinder" und "Wiener Hotels mit Charme"; im Oktober sollen "Wiener Walzer, Tango, Cha-Cha-Cha" und das "Winterliche Wien" folgen. Insgesamt sind 20 weitere Titel der Edition geplant. Die "WIENFACETTEN" lenken den Blick aufs Detail. Es geht um eine Spurensuche zu unterschiedlichen Themen, bei der relevante Orte in Wien im Mittelpunkt stehen. In kurzen anschaulichen Essays richten die Autoren ihr Augenmerk auf eine besondere Facette der Stadt. Interessante Hinweise und Tipps zu jeweils 50 Orten pro Band regen zur Besichtigung und zum genaueren Hinschauen an. Die sehr interessanten, ja teilweise aufregenden "wienfacetten", sind im Metor-Verlag erschienen, haben je 128 Seiten und kosten 9,90 Euro pro Band im Buchhandel.
Klaus W. Grundstein

Gesund durch Gewürze
Das "Gewürzregal als Apotheke" - so ein neuer Trend. Nahezu keinem Thema der Naturheilkunde wird so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie der Heilwirkung heimischer und exotischer Gewürze. Zimt, Kardamom, Thymian und Co. schmecken nämlich nicht nur gut, sie können noch viel mehr. So ist die Muskatnuss ein natürlicher Stimmungsaufheller und Anis ein sicheres Mittel gegen festsitzenden Husten. Bei Hauterkrankungen leistet Kurkuma gute Dienste, während Pfeffer bei Prüfungsangst zu empfehlen ist, denn er wirkt beruhigend und fördert die Konzentration. Das Wissenswerte darüber haben Alexander Schenk und Manuela Mahn leicht verständlich und übersichtlich zusammengestellt. Zu jedem Gewürz gibt es einen kurzen kulturhistorischen Abriss mit botanischen und medizinischen Informationen, die keine Fragen offen lassen, denn auch an die kulinarischen Qualitäten der würzigen Kräuter wurde gedacht. Alexander Schwenk und Manuela Mahn: Naturgesund mit Gewürzen - Heilwissen, Tipps und Rezepte; vgs-Egmont, 80 Seiten, 9,90 Euro, ISBN: 3-8025-1624-9, Klicktipp: www.vgs.de
Klaus W. Grundstein

Gesund durch Kräutertee
Kräutertee gehört zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit. Das Wissen darüber, welcher Aufguss bei welchen Leiden Linderung verschafft, ist im Zeitalter industriell gefertigter Arzneien immer mehr aus dem Bewusstsein verdrängt worden.  Dieses Wissen frischt das Buch "Gesund durch Kräutertee" von Peter A. Zizmann glücklicherweise wieder auf, denn es vermittelt Grundwissen zum Sammeln und Aufbewahren der entsprechenden Grundstoffe. Wann welcher Tee hilft wird ebenso aufgezeigt wie die bei der Zubereitung zu beachtenden Regeln. Viele gute Tipps finden sich. Gegen Akne helfen Kamille oder Brennnesseln; greifen; für Magenkrämpfe empfiehlt sich Gänsefingerkraut empfohlen, bei Reizhusten Eibischwurzel. Im Anhang werden die verschiedenen Teepflanzen alphabetisch aufgeführt und erläutert. Peter A. Zizmann: Gesund durch Kräutertee. Verlag Volksheilkunde, 370 Seiten, 19,90 Euro, ISBN: 3-9807430-9-8.
Klaus W. Grundstein

Peter Gaymanns "Weinlese"
Mit spitzer Feder, frechen Sprüchen und seinem unverwechselbaren Zeichenstil hat der berühmte Autor und Zeichner Peter Gaymann die (Un-) Sitten der Weintrinker, -kenner und -hasser auf 88 Seiten in schelmisch-amüsante Cartoons verwandelt. Peter Gaymann wurde 1950 in Freiburg im Breisgau geboren. Er arbeitete zunächst als Sozialpädagoge und Kunsterzieher, seit 1975 ausschließlich als Zeichner und Cartoonist. Nach mehreren Jahren in Rom lebt und arbeitet er jetzt in Köln. Als Autodidakt entwickelte Gaymann schnell seinen eigenen Stil. Seine humorvollen Cartoons zeigen augenzwinkernd allzu menschliche Schwächen und Stärken des täglichen Lebens auf. Nach ersten Veröffentlichungen in Zeitschriften und Zeitungen, folgten neben einer Vielzahl an eigenen Buchveröffentlichungen, auch zahlreiche Buch- und Kalenderillustrationen. Gaymanns Buch "Weinlese" ist amüsant von Anfang an! Seine liebenswerten Figuren entfalten ihr Aroma bereits beim Aufschlagen des Buches, beim Blättern kommt ihre perfekt ausbalancierte Säure zum Tragen. Ob Billigwein oder edles Tröpfchen, ob schwafelnder Kenner oder anspruchsloser Gelegenheitstrinker - Gaymann bringt ihre Komik gekonnt auf den Punkt. Und im vollmundigen Abgang hallt die Erkenntnis lange nach: "Nach der Flasche ist vor der Flasche!" Festzuhalten ist: Sicherlich wird sich so mancher stille Weingenießer ebenso bei den Cartoons wiederfinden wie bekennende, kritisierende, besserwissende und heimliche Weintrinker. Ein augenzwinkerndes Prosit für so manche entlarvende Selbsterkenntnis! PETER GAYMANNS WEINLESE, zweite Auflage, ist erschienen im Wilhelm Goldmann Verlag, München, Verlagsgruppe Random House GmbH, Umfang: 88 Seiten, Ladenpreis: € 14,90, ISBN: 3-442-39086-9; Klicktipp: www.goldmann-verlag.de
Klaus W. Grundstein

"Der kleine geniale Weinführer"
Stuart Pigott, 1960 in London geboren, gilt als einer der wichtigsten Weinkenner und -kritiker. Er lebt in Berlin und schreibt für den Feinschmecker und den Weingourmet sowie als Kolumnist für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Er hat zahlreiche Weinbücher veröffentlicht und gemeinsam mit Hugh Johnson den Atlas der deutschen Weine herausgegeben. In seinem Büchlein "Kleiner genialer Weinführer 2006" zeigt er dem Leser auf, wie er selbst Wein einkauft, wie er ihn verkostet und beurteilt und was alles beim Thema Wein falsch gemacht werden kann und wo Scheu vor dem Wein falsch am Platze ist. Dieses Büchlein - klein und genial - gibt auf engstem Raum viele Informationen, alles Wissenswerte um aktuelle Weine und zeigt auf, auf welche Art und Weise Wein gekauft und gekostet werden sollte. Ehrlichkeit, Zynismus und das Wissen um den Wein, paaren sich hier ingekonnter Weise. Pigott nimmt dem Leser die Unsicherheit beim Weinkauf und räumt nebenbei leidenschaftlich mit den schlimmsten Wein-Irrtümern auf, entlarvt hohle und aussagelose Bezeichnungen auf Etiketten und geißelt Flops. "Der kleine geniale Weinführer" geht komplett aktualisiert in sein zweites Jahr. Er ist keine komprimierte Enzyklopädie über Weine, sondern eine subjektive Auswahl mit Pigotts Empfehlungen - sozusagen eine "Orientierungshilfe". Stuart Pigotts "kleiner, genialer Weinführer 2006", gebunden mit ca. 192 Seiten, ist erschienen im SCHERZ Verlag GmbH und im Buchhandel zum € 9,90 (D) / sFr 18,10 erhältlich; ISBN 3-502-15024-9.
Klaus W. Grundstein

Sensi diVini - Die Weinprobe findet im Kopf statt
Riechen wir bei einer Weinprobe wirklich nur mit der Nase und schmecken wir nur mit der Zunge? Ist das wirklich so? Nein! Um Wein richtig zu verkosten, bedarf es nicht nur einer empfindlichen Nase, einer guten Zunge und eines entsprechenden, beschreibenden Vokabulars, sondern auch eines aufnahmebereiten und geschulten Gehirns. Dies wurde erstmals mittels der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie in der Fondazione Santa Lucia in Rom wissenschaftlich belegt. Dort wurde gezeigt, dass man richtiges Essen und Genießen erlernen und das Gehirn entsprechend schulen kann. Diese Ergebnisse werden im Buch "Sensi diVini - Die Weinprobe findet im Kopf statt" von international renommierten Wissenschaftlern und Kennern ihres Fachgebiets in verständlicher Sprache dargelegt. Die Beiträge dieses außergewöhnlichen Buches führen in die Geheimnisse der sinnlichen Wahrnehmung bei der Weinverkostung ein und geben Anregungen, wie diese potenziert werden können, um dem geliebten Tropfen einen erhöhten Genuss zu entlocken. Hier wird einmal nicht auf die Technik und Kunst der Degustation Wert gelegt; vielmehr werden die neurologischen Grundlagen der Genussempfindung erfrischend und einleuchtend pointiert. Das Buch "SENSI DIVINI Die Weinprobe findet im Kopf statt" (Jürgen K. Mai, und Dimitar Tzvetkow, Format 16 x 16 cm, 82 Seiten, Edition Raetia 2005, ist im Buchhandel zum Preis von 12,90 EURO erhältlich; ISBN 88-7283-234-9, Raetia-Verlag, Bozen, www.raetia.com oder kann direkt bei www.3beegroup.com oder www.deutscheweinakademie.de bestellt werden.
                                               Klaus W. Grundstein

"Weinige Perlen der Champagne"
"Den" Champagner gibt es sicherlich nicht, wohl aber viele davon - vor allem viele gute, sagt Gerhard Eichelmann, der Wein-Eichelmann. Er hat sich jetzt auch an das beste getraut, was ein französischer Wein werden kann: Sekt - pardon: "Champagner". So darf nur der Sekt sich nennen, der aus derChampagne kommt. Womit das Gebiet, das Eichelmann in seinem Buch vorstellt,klar umrissen ist: Es sind die beiden wichtigsten Städte Reims und Epernaysowie die Regionen Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des Blancsund Côte des Bar. Zunächst werden diese Gebiete mit ihren Besonderheitenkurz vorgestellt. Es folgen jeweils doppelseitige Portraits der wichtigstenund interessantesten Erzeuger. Hierbei stehen große Häuser wie Moët &Chardon (32 Millionen Flaschen pro Jahr) neben Exoten wie David Léclapart(7000 Flaschen pro Jahr). Eichelmann stellt die "Macher" vor (meist mit Bild), skizziert kurz die Historie der Häuser und weist auf ihre Besonderheiten hin. Zwei Infokästen geben einen Überblick über die Betriebsdaten sowie deren wichtigsteChampagner inklusive der Importeure, bei denen die Kostbarkeiten in Deutschland zu haben sind. Jeweils am Ende der sechs Regionen stehen Kurzportraits weiterer empfehlenswerter Erzeuger. Im Anhang findet man Tipps zum Übernachten, Essen und Einkaufen, ein Glossar mit Begriffen von der alkoholischen Gärung bis zur zweiten Gärung sowie einen Bezugsquellennachweis. Gerhard Eichelmann "Champagner", Mondo Weinbibliothek (Heidelberg), 221 Seiten, 29,90 Euro, ISBN: 3-9809260-2-8
Klaus W. Grundstein

"Ausprobieren!"
Kerners Köche - Die besten Rezepte aus der TV-Show
Nunmehr seit gut einem Jahr kocht Johannes B. Kerner freitags abends zusammen mit Sterne-, TV- und Hobbyköchen in den Wohnzimmern der Fernseh-Deutschen. Das Buch "Kerners Köche" fasst nun die besten Rezepte von Johann Lafer, Ralf Zacherl, Rainer Sass und Sarah Wiener zusammen. Obenauf als Sahnehäubchen gibt es die Lieblingsrezepte des TV-Moderators. Das Koch-Buch ist nach üblichen Küchen-Kategorien klar gegliedert. Das Kapitel "Geht einfach, macht viel her" passt da nicht so ganz - dafür aber machen diese vorgestellten Gerichte sicherlich großen Kochspaß. Hier animieren die Köche ausnahmslos zu leckeren, kleinen "Schweinereien" in Form von Fingerfood, die wesentlich schneller genascht werden als sie zubereitet sind. Das Kochbuch ist eine gute Mischung von ausgewählten, klar beschriebenen Rezepten. Mit ihnen lässt sich Bodenständiges, Pfiffiges, Witziges und Neues kochen. Es animiert zu dem, was die TV-Sendung verspricht: "Ausprobieren!" Die Rezepte sind in einer klaren Sprache geschrieben, auf unverständliches Küchenlatein wurde verzichtet. Johannes B. Kerner, "Kerners Köche, Die besten Rezepte aus der TV-Show" mit übersichtlich gegliederten Zutatenlisten - jeweils für vier Personen - vielen Tipps und Ratschlägen für besseres Gelingen und einer Reihe Fotos angerichteter Speisen, erschienen im ZS Verlag, 168 Seiten, 19,95 Euro; ISBN 3-89883-142-6.
Klaus W. Grundstein

"Bulgarisch Kulinarisch"
Die bulgarische Küche ist hierzulande völlig zu Unrecht wenig bekannt. Jetzt gewährt der in Dresden geborene Autor und Grafik-Designer bulgarischer Abstammung Alexander Atanassow mit seiner erstmals im deutschen Buchhandel erschienenen Sammlung traditioneller bulgarischer Rezepte interessante Einblicke in die Esskultur des schönen Balkanstaates. Die Rezeptsammlung ist ein gelungener Querschnitt der reichhaltigen, schmackhaften bulgarischen Nationalküche. Ein besonderer Abschnitt widmet sich den Festtagsgerichten und Brotrezepten, die für die bulgarische Küche ein Muss sind. Alexander Atanassow: "Bulgarisch Kulinarisch" - Traditionelle Rezepte für gesunde Lebensweise vom Balkan. Kulinarische Besonderheiten, Festtagsgerichte, Brotrezepte. 96 Seiten, ISBN 3-936538-13-1, 15.95 EURO
Klaus W. Grundstein

Das "FC Bayern Kochbuch - Alfons Schuhbecks Erfolgsrezepte"
Neben dem Kochen hat Alfons Schubeck noch eine weitere Leidenschaft: Fußball. Seit Jahren ist er bei Auslandsreisen des FC Bayern München als Koch mit dabei und hat in den vergangenen 15 Jahren für die Fußballstars einige Rezepte entwickelt. Dazu gaben ihm die Ballkünstler viele Genuss-Anregungen. Die Ergebnisse sind jetzt in dem Büchlein "Das FC Bayern Kochbuch" nachzulesen. Schubecks Rezepte bieten kreative Küche mit alpenländischem Einschlag und auch Klassiker der feineren Hausmannskost. Spezielle Tipps zu den meisten Rezepten stellen sicher, dass die Gerichte auch ohne mehrwöchiges Trainingslager gelingen. Das "FC Bayern Kochbuch - Alfons Schuhbecks Erfolgsrezepte" erschien im Zabert Sandmann Verlag, hat 186 Seiten und kostet 19,95 Euro, ISBN 3-89883-130-2.
Klaus W. Grundstein

Amerikanische Küche - mehr als nur Hamburger?
Nicht nur zu amerikanischen Weinen, sondern auch zur amerikanischen Küche fällt vielen Menschen im alten Europa nur wenig Gutes ein. Die amerikanische Küche ist aber mehr als nur Hamburger, Grillfleisch und Mikrowellen-Gerichte. In den USA habe sich in den vergangenen Jahren die Esskultur gewandelt, äußern sich Feinschmecker und Staatenkenner. Dies demonstriert die amerikanische Autorin Sheila Lukins, die viel Wissenswertes über amerikanische Ernährungsgewohnheiten und mehr als 600 Rezepte in ihrem"USA-Kochbuch" zusammengetragen hat. Gerade das Frühstück bietet sehr viele Köstlichkeiten. Pampelmusen, Beerenobst und andere Früchte spielen hier eine große Rolle. Dazu kommen eine ganze Reihe von Eier Variationen während beim Mittagessen Salate und Sandwichs bevorzugt werden. Autorin Sheila Lukins präsentiert für das Abendessen die meisten Rezepte. Ein Klassiker ist natürlich der Hackbraten, für den nahezu jede Familie ihr eigenes traditionelles Rezept hat, an dem während des Bürgerkriegs die letzten Veränderungen vorgenommen wurden. Verfeinert werden viele Gerichte mit interessanten Würzmischungen, Pasten und Soßen, die für überraschende Nuancen sorgen.Sheila Lukins "USA-Kochbuch" erschien im Könemann Verlag, hat 626 Seiten undkostet 9,95 Euro, ISBN 3-8331-1284-0.
Klaus W. Grundstein

"Backen auf badisch"
Baden als eine "kulinarisch-vinologische Hochburg" in Deutschland hat auch besondere Köstlichkeiten aus der Kunst des Backens zu bieten. Wer den dortigen köstlichen Obstwaien, Rührkuchen und raffinierten Desserts auf den Grund gehen will, wird im Büchlein "Badisch backen - süß und pikant" fündig. Darin ist die badische Back-Vielfalt anhand vieler Rezepte mit dazugehörigen Fotos verlockend dargestellt. Das macht Lust auf mehr - sowohl auf Traditionelles als auch auf Neues. Die Rezepte sind eine verständliche, solide Basis für das gute Gelingen von z. B. von Kirschplotzer, Gutedeltorte oder Markgräfler Nusskuchen. Das Büchlein "Badisch backen - süß und pikant" ist erschienen im Verlag Edition Kaeflein, hat 144 Seiten und kostet 19,80 Euro, ISBN 3-9810093-3-9.
Klaus W. Grundstein

Guide Michelin  "Hotels & Restaurants Deutschland 2006"
Die 2006er-Auflage des Guide Michelin Deutschland bietet wie schon in den 42 Ausgaben zuvor eine fundierte Auswahl der besten Adressen in mehreren Preiskategorien. Die Herausgeber haben die bewährte Systematik des Buches beibehalten: Städte und Gemeinden mit empfohlenen Häusern sind in alphabetischer Folge gelistet, innerhalb der Orte stehen die am besten bewerteten Betriebe vorn - zunächst die Hotels in absteigender Reihe, dann die Restaurants. Die Informationen auf mehr als 1600 Seiten mit mehr als 1600 Restaurants und sogar mehr als 6000 Hotels sind gewohnt knapp gehalten. Abkürzungen und Symbole gewähren einen schnellen Überblick. Hierzu zählen nicht nur die Häuserskizzen und Bestecke, sondern auch Sonderzeichen für besonderes Ambiente, außergewöhnlichen Service und ruhige Lage. Der "Bib Gourmand" weist auf preiswerte Restaurants hin (bis 30 Euro für ein Drei-Gänge-Menü), der "Bib Hotel" skizziert Herbergen mit ähnlich gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein weiteres Novum ist ein Verzeichnis aller Hotels mit angenehmem Wellness Bereich. Das herausragende Michelin-Qualitätszeichen sind nach wie vor die begehrten Sterne, die in der 2006er-Ausgabe der besseren Lesbarkeit halber erstmals rot erstrahlen. Dies gilt auch für die Traube, die auf Häuser mit besonderer Weinkarte hinweist. Guide Michelin  "Hotels & Restaurants Deutschland 2006", Michelin-Verlag, 1680 Seiten, 29,95 Euro, ISBN: 2-06-711576-6.
Klaus W. Grundstein

In Deutschland feiern wo der Wein wächst
Im Servicesortiment des Deutschen Weininstituts (DWI sind seit nunmehr über 25 Jahren die Broschüren "Deutsche Winzerfeste" und "Messen, Seminare, Veranstaltungen" die Renner. Viele Tausend der kostenlosen Exemplare werden alljährlich vom DWI verschickt. Nun hat die Auflage 2006 einen neues Design bekommen: frische, moderne Motive zeigen die deutschen Weinbaugebiete von ihrer schönsten Seite. Nach Anbaugebieten und Monaten sortiert, sind schnell alle Feste zu finden, die von Januar bis November in den idyllischen Weindörfern zwischen Bodensee und Ahr sowie Elbe und Saar zum geselligen Genuss einladen. Insgesamt sind über tausend Wein- und Winzerfeste in der kleinen Lektüre "Deutsche Winzerfeste" im praktischen DIN-lang-Format auf mehr als 60 Seiten zusammengefasst. Kein Wunder also, dass die informativen Broschüren bei Touristeninformationen ebenso beliebt sind wie bei den Weinfreunden im In- und Ausland. Insbesondere im Fußball-WM-Jahr 2006, wenn die "Welt zu Gast bei Freunden" in Deutschland ist, wird die Winzerfestbroschüre zum nützlichen Aktivitätenplaner für Reisen in deutsche Weinregionen. Wer deutsche Weine nicht nur probieren sondern auch intensiver studieren möchte, findet in der Broschüre "Messen – Seminare – Veranstaltungen 2006" auf etwa 100 Seiten vielfältige Anregungen zu Weinsensorikseminaren, Jungweinproben bis hin zu Weingalas. Ein Verzeichnis bedeutender überregionaler Ereignisse, wie die "Weinwelt München 2006" im Olympiastadion oder die Wahl der Deutschen Weinkönigin am 6. Oktober 2006, komplettieren die Info-Broschüre. Alle Informationen aus den Broschüren können zudem auch im Online-Veranstaltungskalender des DWI unter www.deutscheweine.de abgerufen werden. Über eine komfortable Suchfunktion kann dort nach Datum, Region und Veranstaltungsart getrennt recherchiert werden ist dank der direkten Verlinkung näher über den gewünschten Termin informiert. Aus der Vielzahl der bundesweiten Angebote stellt das DWI im Internet monatlich eine herausragende Veranstaltung vor. Die DWI Broschüren können kostenlos gegen Rückporto angefordert werden bei Deutsches Weininstitut, Postfach 1764, 55007 Mainz. Rückporto für eine Winzerfestbroschüre 1,00 Euro; Rückporto für eine Broschüre Messen-Seminare-Veranstaltungen 1,44 EURO, Rückporto für zwei bisBroschüren 1,44 Euro, Rückporto für sechs bis zwölf Broschüren 2,20Euro.
Klaus W. Grundstein

"Der Kleine Johnson 2006"
Die aktualisierte Neuausgabe des Weinführers "Der Kleine Johnson 2006",herausgegeben von USM in München, informiert über Anbaugebiete, Jahrgänge,Rebsorte, Trinkreife und Temperatur. Nach diesen Kriterien lassen sich aus 15 000 Weinen die passenden zum jeweiligen Anlass aussuchen. "Der kleine Johnson 2006" enthält zudem eine Analyse des Jahrgangs 2003 und der Weinernte 2004 sowie eine "Kleine Weinkunde". Der Weinführer kostet 19,90 Euro (ISBN: 3-8032-1682-6). Die CD-ROM läuft auf Windows-PCs und Apple-Rechnern. Versionen für PDA (Palm und Pocket PC) sind ebenfalls auf der CD enthalten. Klicktipp: Informationen zum Handy-Download gibt es unter www.usm.de/mobile.
Klaus W. Grundstein

Wien, wie es is(s)t ...
Wiens umfangreichster Lokalführer sorgt mit über 4000 Lokaladressen dafür, dass Esser und Ausgeher, Wiener und Wien-Besucher den Überblick über die Lokalszene behalten - vom Würstelstand bis zum Gourmetrestaurant. Die Adresse des neuen Restaurants – von dem jetzt alle reden oder die Telefonnummer des Lieblingsgasthauses für die Tischreservierung oder die Preise des Gourmetrestaurants - tatsächlich so astronomisch hoch oder doch bezahlbar? Passende Antworten und viele Informationen über Lokale in und um Wien hat der Lokalführer "Wien, wie es isst..." parat. In diesem kleinen, schlauen Servicebuch sind sowohl von zahlreichen Neueröffnungen als auch von Lokalklassikern Adressen, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Preise und Kurzbeschreibungen verzeichnet. Es ist benutzerfreundlich nach Bezirken, Kategorien und Alphabet geordnet; mehr als 4000 Lokale sind zu finden. Profilierte Esser und Trinker schreiben ausführlich über ihre Lieblingslokale und jene Stätten, an denen sie gerne essen: Konrad Holzer über Restaurants und Bücher, Christoph Winder über den Umgang mit Hamburgern, Alexander Rabl über die französische Küche in Wien, Christoph Wagner über Sushi, Dim Sum und Co, Rainer Nowak über die Italiener im Keller, Manfred Klimek über verschiedene Landesküchen in Wien (von Afrikanisch bis Tibetisch). In verlässlichen Einkaufstipps ist nachzulesen, wo es Lebens- und Genussmittel (Wein, Kaffee, Tee, Obst, Gemüse, Fisch, Brot, Käse, Konfekt und Schokolade) in erstklassiger Qualität zu kaufen gibt. Das Servicebüchlein "Wien, wie es isst ...", ISBN 385439355, ist ab sofort im Buchhandel oder direkt beim Falter Verlag zu 16,50 EURO erhältlich. E-Mail: service@falter.at, Bookshop: www.falter.at.
Klaus W. Grundstein

Jeunes Restaurateurs

"Spitzenköche in Aktion – Kochen mit Induktion"
Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Siemens haben die Jeunes Restaurateurs das Kochbuch "Spitzenköche in Aktion – Kochen mit Induktion" erstellt. Zwölf Mitglieder der Vereinigung junger deutscher Spitzenköche entwickelten für dieses Buch Rezepte zur Zubereitung auf Induktionsherden. Als eines der wenigen Induktions-Kochbücher ist es somit ideal für alle Induktions-Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene. Die Kreationen der Jeunes Restaurateurs reichen vom "Hamburger vom Rind und Hummer auf gebratenem Chicoree in Trüffelmayonnaise" über "Gefülltes Wachtelkotelett mit Gänsestopfleber im Kartoffelmantel gebraten mit Pfifferlingsalat" bis zu "Gebackenem Schokoladen-Quarkknödel mit geeisten Limonencremeröllchen und karamelliertem Zwetschgenragout". Mit dem Buch "Spitzenköche in Aktion – Kochen mit Induktion" können Hobbyköche auf den Spuren der Jeunes Restaurateurs wandern und deren Rezepteam heimischen Herd zuzubereiten. Ist es ein Induktionsherd - umso besser, die Gerichte lassen sich aber auch auf jeder anderen Herdart nachkochen. Das interessante und lesenswerte Büchlein "Spitzenköche in Aktion – Kochen mit Induktion" mit 52 Seiten und zahlreichen farbigen, großformatigen Abbildungen im Format 23 x 23 cm animiert zum Kochen zu einem Preis von nur 12,95 Euro. ISBN 3-9809637-1-3; Verlag: Die Planung Verlagsgesellschaft mbH, Darmstadt, Kooperationspartner: Siemens Elektrogeräte GmbH und Jeunes  Restaurateurs d´Europe Deutschland.
Klaus W. Grundstein

Kaffeehäuser in Wien
"Kaffeehäuser in Wien" ist der kulinarische und kulturhistorische Wegweiser zu über hundert der besten Wiener Kaffeehäuser mit ausführlichen Beschreibungen von Ambiente und Angebot, Adressen, Öffnungszeiten und Farbfotos. Glücklicherweise ist das "Kaffeehaus" in Wien noch in großer Anzahl zu finden, ist es doch immer noch der Inbegriff der Wiener Alltagskultur. Das Büchlein "Kaffeehäuser in Wien" ist ein patenter Wegweiser durch die verwirrende Vielfalt des Angebots. Ob Tagescafé oder verlängertes Wohnzimmer für Nachtschwärmer, traditionell oder modern – der Kaffeehausführer beschreibt sie alle und gibt Auskünfte über Einrichtung und Atmosphäre,  kulinarisches Angebot, aufliegende Zeitungen, Spielmöglichkeiten, Preise und Klientel. Den Einstieg in das Wiener Kaffeehausleben liefert ein kleines  Kaffeehaus-ABC mit Stichworten zum Thema "Was das Kaffeehaus zum Kaffeehaus macht" von A wie Arbeitszimmer bis Z wie Zeit. Dazu kommen zwei Essays von Wolfgang Paterno – über den Wiener Traditionscafetier Engelbert Drechsler und über eine ganz spezielle, nicht mehr oft zu findende Spezies: die Kaffeehaus-Kartenspieler im legendären Café Ritter in Ottakring. Der Autor ist Christopher Wurmdobler. Als Redakteur bei der Wiener Stadtzeitung Falter befasst er sich vor allem mit dem Stadtleben, aber auch mit Kultur, Medien und politischen Themen. "Kaffeehäuser in Wien" ist ab sofort im Buchhandel oder direkt beim Falter Verlag erhältlich. Es besteht aus 248 Seiten. ISBN 3854393326, EUR 25,50. Bookshop: www.falter.at, E-Mail: service@falter.at
Klaus W. Grundstein

Wine – just a drink

DER Popstar in der neuen, weiten Kochwelt ist ohne Zweifel der Medienliebling Jamie Oliver und sein Londoner Restaurant „Fifteen“. Und der Sommelier von Jamie Oliver heißt Matt Skinner. Dieser junge, eher wie ein Chartstürmer wirkende Australier hat nun ein Buch über Wein,  genauer für Weineinsteiger geschrieben: „Wine – just a drink“. Auf 176 Seiten geht es hier im gleichen locker-flockigen Präsentationsstil zu, den auch die Kochsendungen von Chef Oliver verströmen. Sehr ansprechend ist die klare Gliederung des Bandes, die von vielen, grafisch recht gelungenen Fotos von Chris Terry gestützt wird. So erzählt Matt Skinner erst einmal, wie er zum Wein kam und was ihm dabei so durch den Kopf ging. Danach widmet er sich der Weingeschichte und führt in die Grundlagen von Sensorik und Weinsprache ein. Ausführlich geht er auf die verschiedenen Rebsorten und die Weinbereitung ein, immer mit einfachen, leicht verständlichen und unprätentiösen Worten, sehr treffend übersetzt von Martin Waller. Er spricht die Sprache der Jugend und bewegt sich ohne erhobenen Zeigefinger in diesem Duktus, was gerade auf Wein-Novizen sehr vertrauenerweckend wirkt. Dazu flicht Skinner immer wieder Erlebnisse und Empfindungen seiner eigenen Weinerfahrung mit ein, die schon mal schmunzeln lassen. Auch seine Fähigkeit zu unerwarteten, jedoch einprägsamen Vergleichen macht sein Buch sympathisch. Allerdings pflegt Matt Skinner einen von den Geschmäckern der neuen Welt geprägten Blick auf die Weinwelt, wie im großen Kapitel über die weinbautreibenden Länder klar wird. Von Deutschland hat er nur mäßig Ahnung, so hält er z. B. das Anbaugebiet Pfalz von Müller-Thurgau geprägt und für ihn ein Grund, gleich weiterzufahren. Sonst kommen nur noch kurz Mosel und Rheingau vor. Die Etikettenbezeichnungen verwirren ihn zudem völlig. Anderen, eher unbedeutenderen Weinländern wird mehr Platz eingeräumt. Das ist für solch ein Buch einfach zu dünn. Auch könnte man sicher darüber streiten, ob Chardonnay die beste Rebsorte der Welt ist oder etwa jeder Riesling fast unbegrenzt haltbar ist, wie er behauptet. Hier besteht noch Lernbedarf, aber Matt Skinner ist ja noch jung. Im Kern hat er dann wiederum recht, wenn er mehrfach betont, dass nur der Name des Erzeugers für Qualität bürgt. Sehr amüsant sind seine Weinempfehlungen zum Essen, das ist ja sein Metier, da kennt er sich aus, und hat so manchen überraschenden Vorschlag parat.  Im Großen und Ganzen ein gelungenes Werk, das es gut versteht, Anfängern die Scheu vor dem ach so seriösen Gebaren der wichtigtuerischen Weinkenner zu nehmen und den Weingenuss hauptsächlich mit „Spaß haben“ zu verknüpfen. So soll es ja eigentlich auch sein.
Matt Skinner, Wine – just a drink, 176 Seiten, Hardcover, 19,90 Euro, Verlag Gräfe + Unzer. ISBN 3-7742-7395-2.
Peter Schneider

"Wo´s Sträußche hängt, werd ausgeschenkt"
Praktischer Wegweiser zum Weingenuss im Rheingau
Wiesbaden. Auch in der elften Auflage ist das Büchlein "Wo´s Sträußche hängt, werd ausgeschenkt" wieder ein unverzichtbarer Begleiter zum genussvollen Weintrinken in gemütlichen Straußwirtschaften und Gutsschänken zwischen Wicker und Lorchhausen im Weinanbaugebiet Rheingau. Die Autoren Hans Ambrosi, Wolfgang Blum, Ursula Holschier und Gerhard Becker haben nach zwei Jahren alle Informationen völlig überarbeitet und neu geordnet, denn das war wegen vieler Änderungen in diesem Zeitraum dringend notwendig. Dieser Führer im handlichen Taschenbuchformat lässt jederfrau und jedermann, da nach Weinorten geordnet, nach eigenem Gusto die passende Rheingauer Straußwirtschaft oder Gutsausschank leicht finden. Zu jedem betrieb gibt es eine Kurzbeschreibung mit Angabe von Telefonnummer, E-Mail- und Internetadresse und auch Hinweise auf besondere Angebote. Zu jedem Weinort findet sich viel Wissenswertes. Beispielhaft seien hier genannt: Woher hat in Hochheim die Lage Königin Victoria-Berg ihren Namen, was hat es mit Eltville und Johannes Gutenberg auf sich und was hat Eibingen mit Hildegard von Bingen zu tun? Diese Informationen werden gut ergänzt durch Daten über Weinfeste und Probierstände. Erstmals haben die Autoren auch alle Vinotheken aufgeführt, selbst wenn hier nur Weine eines einzelnen Betriebes probiert werden können. Zu vielen Fragen, die oft von Weinfreundinnen und Weinfreunden gestellt werden, hält das Büchlein Antworten parat. Eine Faltkarte, in der Höhenzüge, Bachläufe, besondere Sehenswürdigkeiten, die Rheingauer Riesling-Route, der Riesling-Pfad und der Riesling-Radwanderweg verzeichnet sind, gehört selbstverständlich zur Taschenbuchausstattung. "Wo´s Sträußche hängt, werd ausgeschenkt", 11. Auflage, ist erschienen bei der Verlagsgruppe Rhein-Main und im Wiesbadener Pressehaus in der Langgasse 21, ISBN 3-920615-43-0, zu 12.- Euro erhältlich.
                                                        Klaus W. Grundstein

Gault Millau WeinGuide 2006 - viel Lob für wachsende Weinqualität
Im neuen Gault Millau WeinGuide stellen Armin Diel und Joel Payne die 778 besten Weinerzeuger vor. Insgesamt wurden 6.839 Weine verkostet und bewertet. Dieses Buch ist sozusagen ein Jahrgangsführer, in dem die Weißweine des Vorjahres und die Rotweine des vorletzten Jahres "bewertet" vorgestellt werden. Festzuhalten ist: Noch nie waren trockener Riesling und Rotwein in Deutschland qualitativ so hochwertig. Werner Schönleber vom Weingut Emrich-Schönleber in Monzingen wurde "Winzer des Jahres". Die Herausgeber würdigen damit sein permanentes Streben nach Perfektion. Der Ehrentitel "Kollektion des Jahres" geht an das Weingut Keller nach Flörsheim-Dalsheim in Rheinhessen. Die Familie Keller krönte ihre Leistungen der letzten Jahre mit einem grandiosen Sortiment - von den trockenen Rot- und Weißweinen bis hin zu den Edelsüßen sind alle Weine erste Wahl. Siegfried Röll vom Weingut Fürst zu Hohenlohe-Öhringen zeichneten die Herausgeber des Gault Millau als "Gutsverwalter des Jahres" aus, während Stefan Weise vom Restaurant Vendôme im Grandhotel Schloss Bensberg zum "Sommelier des Jahres" gekürt wurde, denn was immer er empfiehlt, offenbart stets eine innige Beziehung von Speisen und Wein. Über den Titel "Weinkarte des Jahres" kann sich Peter Hesseler vom Gut Lärchenhof in Pulheim freuen, wo er mit einer grandiosen Weinsammlung aufspielt. Christina Fischer wurde mit dem erstmals vergebenen Titel "Weinschule des Jahres" für ihr "Fischers Weingenuss und Tafelfreuden in Köln" geehrt. Mit Weingut Pawis in Freyburg aus der Region Saale-Unstrut hat dort erstmals ein Gut drei Trauben verliehen bekommen. Weine, die zu den besten des Weinanbaugebietes Sachsen gehören kamen von Schloss Proschwitz - Grund genug, ihm die dritte Traube zu verleihen. Der Gault Millau WeinGuide Deutschland von Armin Diel und Joel Payne, ISBN 3-88472-685-4, ist erscheinen im Christian Verlag GmbH, Amalienstraße 62, D-80799 München. Tel. + 49 (0) 89/38180317, Fax + 49 (0) 89/38180381, E-Mail info@christian-verlag.de, www.christian-verlag.de. Dieser sehr informative WeinGuide ist im Buchhandel zu 29.- Euro erhältlich; Klicktipp: www.gaultmillau.de.
Klaus W. Grundstein

In neuer Auflage für 2006:

"Gault Millau Südtirol" und "Espresso Alto AdigeˆSüdtirol"
In diesem Jahr wurden die beiden Südtiroler Gourmetführer des Jahres 2006 "Gault Millau" und "Espresso" unter dem Motto "Kulinarium & Theater" im Bozner Waltherhaus präsentiert. "Gault Millau", der zum vierten Mal herausgegeben wird, hat sechs Gastbetriebe neu in die Wertung aufgenommen. Insgesamt wurden 82 Gastbetriebe bewertet. "Espresso" hat bei insgesamt 62 bewerteten Betrieben acht neu in die Wertung aufgenommen. Die beiden Restaurants mit der höchsten Punktezahl im "Gault Millau Südtirol 2006" sind das Restaurant "Trenkerstube - Hotel Castel" in Dorf Tirol und das Restaurant "St. Hubertus ˆ Hotel Rosa Alpina" in St. Kassian mit drei Hauben, also 17 von 20 möglichen Punkten bzw. der Bewertung "Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung". Fünfzehn weitere Betriebe wurden mit zwei Hauben und 49 mit einer Haube bewertet. "Espresso" bewertet das Restaurant "St. Hubertus ˆ Hotel Rosa Alpina" mit drei Hauben als bestes Restaurant. In den vergangenen drei Jahren durfte Gault Millau auf die Recherchen der Kollegen vom "Espresso" zurückgreifen. Für die neue Ausgabe besuchte das Gault Millau-Redaktionsteam die Restaurants und Gaststätten eigenständig. Der Weinteil wurde vom "Espresso" übernommen. Der am besten bewertete Wein ist mit 18,5 Punkten der "Goldmuskateller Vinalia 2003" der Kellerei Bozen. Die sieben Weine mit 18 Punkten sind der "Gewürztraminer Salvadori 2004" von der Kellerei Nals & Margreid-Entiklar, die "Spätlese Termium 2003" von der Kellerei Tramin, der "Chardonnay 1993", der "Sauvignon Quarz 2003" sowie der "Nova Domus 2001" alle drei von der Terlaner Kellerei, der Eisacktaler "Kaiton 2004" vom Kuen Hof und der "Sauvignon 2004" von Pratzner Franz ˆ Falkenstein. Weitere 24 Weine wurden mit 17 bis 17,5 Punkten ebenso als "große Weine" eingestuft. "Südtirol hat sich im Weinanbau zu einer ernstzunehmenden Größe entwickelt: 6000 Weinbauern pflegen 20 Millionen Rebstöcke - darunter die begehrten autochthonen Sorten wie Vernatsch, Gewürztraminer und Lagrein - mit größter Sorgfalt und unumstrittenem Erfolg", so Luigi Costa, der Herausgeber des Espresso. Der Gourmetführer "Espresso Alto AdigeˆSüdtirol" wird italienweit über den Verlag "Le guide dell‚Espresso", "Gault Millau Südtirol" über die Verlagsanstalt Athesia vertrieben.
Klaus W. Grundstein

Die 50 größten Wein-Lügen
Seit Jahren werden zum Thema "Wein" viele Halbwahrheiten und Mythen verbreitet. Die größten Lügen um den edlen Tropfen enthüllt ein fachkundiges Journalisten-Trio im soeben neu erschienenen Aufdecker-Sachbuch "Die 50 größten Wein-Lügen". Da im Wein Wahrheit liegt, werden sicherlich viele seiner Anhänger und Genießer, die auf die Versprechen von Starwinzern, Gesundheitsaposteln und Marketingstrategen keinen Wert mehr legen, den aufgelisteten Lügen dieses Buches ihre ganze Aufmerksamkeit widmen. Wer sich zum Beispiel ein längeres Leben durch Rotweinkonsum erhofft, wird nach Lektüre von Lüge 42 erkennen: Das "French Paradox", der simple Zusammenhang zwischen dem Rotweinkonsum und der Lebenserwartung in Frankreich, ist nicht viel mehr als ein statistischer Trugschluss. Was die Volksgesundheit anbetrifft, überwiegen die sicheren, gesundheitlichen Nachteile von Alkohol die "vagen" Vorteile der viel gerühmten Weininhaltsstoffe. Andererseits wird der Irrtum widerlegt, Wein sei nichts für Diabetiker. Auch mit zahlreichen Mythen rund um Wein und Essen räumen die Autoren endlich auf. Studien zeigen, wie massiv etwa Profi-Verkoster durch ihre eigene Wahrnehmung irregeführt werden. Außerdem muss zu Fisch nicht automatisch Weißwein serviert werden und Prosecco ist nicht der italienische Ausdruck für Sekt. Partygänger dürfte wiederum interessieren, dass es leider kein wirklich hilfreiches Mittel gegen einen Kater gibt und was es tatsächlich mit Sex und Weinkonsum auf sich hat. Darüber hinaus nehmen die Autoren Groll, Holzer und Schrampf die Praktiken in Weinkeller, Weingärten und Weinhandel in der zunehmenden Globalisierung der Weinwirtschaft wissenschaftlich fundiert unter die Lupe: Egal ob es um den mysteriösen Begriff "Terroir" geht, geheimnisvolles "Weindesign", das angeblich "strengste Weingesetz der Welt" in Österreich oder Qualitätsweine in Supermärkten. Das Buch der Autoren Groll, Holzer, Schrampf "Die 50 größten Wein-Lügen" - Die gängigsten Irrtümer rund um Winzer, Weinkarten und Vinotheken - ist erschienen bei der Hubert Krenn VerlagsgesmbH, Wiedner Hauptstraße 64/9, 1040 Wien, Tel.: 0043/ 1-5853472, Fax: 0043/1-5850483; ISBN 3-902351-84-5, 144 Seiten, broschiert, zahlreiche Farbabbildungen, Euro 16,90; Klicktipp:www.hubertkrenn.at
Anmerkung der Redaktion:
Lassen Sie sich als mündige Leserin bzw. als mündiger Leser keinesfalls den Weingenuss vermiesen. Glauben und genießen Sie das positiv, was Ihnen gut tut und schmeckt. Wenn das Buch jedoch dazu beiträgt, dass viel Wein-Hokuspokus, neue Weinbereitungsmethoden und der Run nach Billig- und Designer-Weinen sehr kritisch betrachtet und hinterfragt werden, dann hat es damit schon seinen Zweck erreicht. In diesem Sinne ein "herzliches Prosit!"
Klaus W. Grundstein

Fernsehkoch Tim Mälzer - Neue Rezepte braucht das Land
Weg mit den gestärkten Kitteln, Schluss mit elitärem Kochen, Töpfe frei für alle! Tut weiter Butter bei die Fische - es lebe die lustvolle Anarchie! Locker und spielerisch nimmt Tim Mälzer Hobbyköchen die Angst vorm ersten und zweiten Schritt. Mit seinem fulminanten Erfolg als Fernsehkoch bringt er frischen Wind in die Küche. Jeden Werktag begeistert er auf VOX zur besten Sendezeit mit seinen leckeren Rezepten und der schnörkellosen Art zu kochen Millionen Jung und Alt in seiner Sendung "Schmeckt nicht gibt's nicht". Seiner stetig wachsenden Fan-Gemeinde legt er nun ein Basic-Kochbuch vor. Frei von theoretischem Ballast erklärt er, worauf es wirklich ankommt und worauf man getrost verzichten kann. "Born to Cook" Band 2 "Schmeckt nicht, gibt's nicht. Cool kochen mit Tim Mälzer" - zur Vox-Fernsehsendung. Mosaik bei Goldmann, 173 Seiten mit zahlreichen Farbfotos. 27,5 cm, gebunden, ISBN 3-442-39087-7, 19.90 EURO
Klaus W. Grundstein

Riesling - Die ganze Vielfalt der edelsten Rebe der Welt"
Der Riesling erlebt ein faszinierendes, triumphfahles "Comeback" nicht nur in Deutschland sondern in der gesamten Weinwelt. Da kommt ein aktuelles Buch über den Riesling wie das von Christina Fischer und Ingo Swoboda gerade recht. In dieser gelungenen Hommage an den Riesling wird dessen Vielfältigkeit ausführlich dargestellt und erläutert. Riesling überspannt in weitem Aromabogen die unterschiedlichsten Riesling-Typen: solide Basisweine, zarte und fruchtige, elegante und komplexe, barocke und edelsüße. Zu einem solch spannenden Rieslingerlebnis liefern die Autoren dem suchenden Genießer einen ganz hervorragenden Leitfaden. Sie berichten über Geschichte und weltweiten Anbau des Rieslings, geben einen Überblick über Rebe, Qualität, Klassifizierung der Aromen und die verschiedenen Rieslingtypen. Mit ausführlichen Porträts und Zitaten weltweit bester Riesling-Produzenten als Persönlichkeiten mit "eigener" Riesling-Philosophie werden die umfassenden Informationen weiter vertieft. Zudem dienen sie auch als Orientierungshilfen für den Kauf und Genuss von Rieslingweinen. Praktische Tipps gibt es zum Verkosten von Wein und zur Glasauswahl. Zahlreiche Adressen bester Riesling-Weingüter und ein Glossar zur Sprache des Weins runden die neue Publikation gelungen ab. Sie ist zwar kein einfacher Führer für Gelegenheitsweintrinker und auch nicht ein Werk allein für Fachleute, für alle aber sehr empfehlenswert, denn ein solch umfassendes "Riesling-Buch" gab es bisher (noch) nicht. Neu ist auch der Ansatz der Autoren, denn dem Leser wird der Zugang zum Riesling nicht wie meist üblich über dessen Herkunft sondern über die Eigenschaften ermöglicht.
"Riesling - Die ganze Vielfalt der edelsten Rebe der Welt" ist im Hallwag Verlag zu München erschienen und im Buchhandel erhältlich. Das Buch im Format 18,5 x 24,2 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, hat 192 Seiten und rund 200 Fotos. Es kostet 24,90 Euro. ISBN 3-7742-6994-7.
Klaus W. Grundstein

100 hervorragende Weinguts-Rezepte machen Lust machen Lust auf die Pfalz
Basis dazu sind "erprobte Rezepte mit frischen Zutaten der Region", von denen Ingeborg Wagner-Eymann "die besten" im vergangenen Jahr von Pfälzer Weingütern erbat. Aus der Vielzahl der eingesandten Rezepte hat sie zusammen mit Angelika Schulz-Parthu vom Leinpfad Verlag die 100 allerbesten ausgewählt. Diese Gerichte zeichnen sich durch große Vielfalt aus. Traditionelle Rezepte wie Schüsselfleisch, Keschtesupp oder Gefüllte Kalbsbrust finden sich ebenso wie neue: Zander im Speckmantel, Zimtparfait mit Zwetschgenröster oder Trauben-Mozzarella-Muffins. Bei der Rezeptauswahl wurden auch die vier Jahreszeiten berücksichtigt. Neben aufwändigen Rezepten für festliche Anlässe gibt es Ruck-Zuck-Blitzrezepte. Und wie in der Pfalz nicht anders zu erwarten, gehört immer ein Schuss Wein dazu. Überraschend ist die große Anzahl von Rezepten zum Wein oder Aperitif, dem das Extrakapitel gewidmet wird: Rezepte zur Weinprobe. Und um noch mehr "Lust  auf die Pfalz" zu machen gibt die Autorin zu jedem Rezept Empfehlungen für den bzw. die passenden Weine. Zusammengekommen sind 22 Suppen und Vorspeisen, 44 Hauptgerichte und Beilagen, 13 Nachtische, 14 Snacks zur Weinprobe und neun Rezepte für Kuchen und Torten. Ingeborg Wagner-Eymann betreibt zusammen mit ihrem Mann Rainer Eymann das Weingut und die Weinstube Eymann in Gönnheim.
"Lust auf die Pfalz. Die 100 besten Rezepte der Weingüter", mit Fotos von David Hall und Robert Dieth, herausgegeben von Ingeborg Wagner-Eymann mit 136 S., 20 Farbfotos, Hardcover, kostet 12,90 Euro, ISBN 3-937782-33-8. Das Buch kann über den Pfalzshop www.pfalzshop.com bestellt werden. Dort kostet es einschließlich Versandgebühren 15,90 Euro. Interessante Infos über die Pfalz gibt es unter www.zum-wohl-die-pfalz.de
Klaus W. Grundstein

Rheinhessen: "horch emol hin, guck emol her"
Die Rheinhessen machen immer mehr Furore - sei es mit hochkarätigen Weinen, hervorragenden Produkten des Landes oder mit ihrer Landschaft selbst! So manches bleibt jedoch dem interessierten Besucher und Weingenießer so ein bisschen verborgen, denn der "rheinhessische Volksmund" befleißigt sich oft zwar sehr treffender, nuancenreicher Redensarten, die aber nicht immer so ganz transparent und verständlich sind. Dem kann abgeholfen werden! Dr. Hans-Jörg Koch, der ehemalige Direktor des Alzeyer Amtsgerichtes und inzwischen Professor für Weinrecht und Autor zahlreicher Bücher über das herrliche Rheinhessen, lebt mitten in seiner geliebten rheinhessischen Heimat und hat sich quasi ein Leben lang sehr intensiv mit dem "rheinhessischen Dialekt" befasst. Zum 1. November erscheinen im Buchhandel seine beiden Bücher "Horch emol" und "Guck emol" in neuer, ergänzter und überarbeiteter Auflage. "Horch emol" - Originalton rheinhessisch - erschien erstmals im Jahre 1993 und wurde seitdem fünf Mal neu aufgelegt. Illustriert ist es mit Zeichnungen des inzwischen verstorbenen Jupp Jost. In diesem lesenswerten Buch stehen viele rheinhessische Redensarten, eine Anleitung zum Konjugieren gibt es ebenso wie und einen Schnellkurs zum Gassen-Small Talk, der auf "Rheinhessisch" übersetzt "doll Gebabbel" hieße. Der Autor, der auch die Weinbruderschaft Rheinhessen zu Sankt Katharinen gründete, spitzt nicht nur die Ohren, sondern hat auch ein offenes Auge auf und für seine Heimat Rheinhessen. Und wer so spricht wie die "Rhoihesse", der bringt auch allerhand Merkwürdiges und Absonderliches hervor. Dem widmet er sich in seinem Buch "Guck emol", das er neu bearbeitet hat. Insgesamt 18 neue Objekte sind mit zahlreichen Fotos aufgenommen worden. Auf 165 Seiten findet sich alles über "Türme", "Engel und Narren", "Sagen, Fabeln und Legenden", "Fassböden, Korkenzieher und Kneipen" oder rheinhessische Originale und Denkmäler. Beide Bücher, "Horch emol" - Originalton rheinhessisch, ISBN 3-87854-166-X und "Guck emol" - Merkwürdigkeiten in Rheinhessen, ISBN 3-87854-192-X, erscheinen im Verlag der Rheinhessischen Druckwerkstatt Alzey.
Klaus W. Grundstein

"SENF - EINE KULINARISCHE VERFÜHRUNG"
Ob brennend scharf, mild oder süß, mit Kräutern, Gewürzen oder Früchten verfeinert - Senf ist nicht gleich Senf. In Deutschland wird er oft zu "Deftigem" gereicht. Er passt jedoch nicht nur zu deftigen Speisen - er ist nicht nur ein Gewürz sondern auch Heilmittel und Aphrodisiakum. Zahlreiche Senfspezialitäten bereichern mittlerweile das kulinarische Angebot. Eine Eifler Senfsuppe z. B. ist ebenso schmackhaft wie ein Schokoladen-Senf-Parfait. Senf gilt Feinschmeckern als universelle Delikatesse, wenn er mit Fingerspitzengefühl verwendet wird. Als "würzige Paste" ist er bei vielen Gerichten das Tüpfelchen auf dem "i". Renate Kissel präsentiert die Vielfalt der modernen Senfküche im reich bebilderten Buch "SENF - EINE KULINARISCHE VERFÜHRUNG", dessen Herzstück über 70 Rezepte ungeahnter Köstlichkeiten rund um das Senfkorn sind. Zur Abrundung bietet die Autorin einen historischen Überblick, eine Warenkunde und eine Zusammenstellung von Bezugsquellen im In- und Ausland. Renate Kissel konstatiert: "Ein qualitativ guter Senf ist frei von Konservierungsstoffen und wird schonend hergestellt. Und so sollte er auch in der Küche behandelt werden.". Sie rät außerdem, den Senf nicht mitzukochen, sondern möglichst erst zum Schluss hinzugeben, um das flüchtige ätherische Öl zu erhalten. Allerdings ist Senf nicht ewig haltbar. Mit der Zeit baut sich seine Schärfe ab. Licht und Wärme schaden ihm.
"SENF - EINE KULINARISCHE VERFÜHRUNG" von Renate Kissel, erschienen bei
"Neuer Umschau Buchverlag GmbH", Neustadt an der Weinstraße, 128 Seiten,
ISBN 3-8295-6430-9, Preis: 24,90 Euro
Klaus W. Grundstein

Herbstzeit ist Wildzeit - die österreichische Wildküche
Die Tage werden kürzer und die Abende länger und kühler – jetzt haben Hirsch, Reh, Wildschwein und Fasan Hochsaison! Es ist die beste Zeit für delikate Wildgerichte, auf die viele Feinschmecker alljährlich sehnsüchtig warten. Das Fleisch von Wild ist dunkel und aromatisch, es weist zudem einen äußerst geringen Fettanteil auf, wodurch für einen ungetrübten Genuss ohne Reue gesorgt ist. Dass Wildgerichte nicht zwangsläufig wie früher mit schweren Saucen zubereitet werden müssen, beweisen die vorliegenden Rezepte. Die Autoren Christian Schuster und Ruben Brunhart als Küchenchefs begeistern in ihrem Buch "Die österreichische Wildküche" mit unvergleichbaren Kreationen. Es ist erschienen bei Hubert Krenn VerlagsgesmbH, Wiedner Hauptstr. 64, 1040 Wien, Umfang ca. 128 Seiten, 16,5 x 23 cm gebunden, zahlreiche Speisenbilder; ISBN 3-902351-74-8, Preis • 14,90 (A) / SFR 28,20. Weitere Infos sind erhältlich per e-Mail: office@buchagentur.at oder unter http://www.hubertkrenn.at/
Klaus W. Grundstein

Süße Kunstwerkstatt

Schokolade verheißt GENUSS! Sie offenbart eine süße und sinnliche Welt intensiver Düfte; ihre vielfältigen Verbindungen eröffnen ungeahnte Kreations-Möglichkeiten. Das Buch "Süße Kunstwerkstatt" bietet dazu beste Informationen mit einer Vielzahl von Ideen, führt in die Grundtechniken des süßen Dekorierens ein und enthält zahlreiche Rezepte zum Dahinschmelzen und für zauberhafte Kreationen. Autorin Eva Reimer betreibt in der Wollzeile in Wien ein renommiertes Fachgeschäft für Tortendekorationen, in dem auch Dekorationen nach persönlichen Wunschvorstellungen angefertigt werden. Die mehrfache Buchautorin führt regelmäßig Kurse zum Thema "Süße Kunstwerkstatt durch. Das interessante, informative Buch "Süße Kunstwerkstatt" von Eva Reimer und Andreas Riedmann ist erschienen bei Hubert Krenn VerlagsgesmbH, Wiedner Hauptstr. 64, 1040 Wien; Umfang 128 Seiten, 19 x 23 cm, gebunden, ISBN 3-902351-91-8; Preis Euro 19,90 (A) / SFR 36,70. Weitere Infos sind erhältlich per e-Mail: office@buchagentur.at oder unter http://www.hubertkrenn.at/
Klaus W. Grundstein

600 traditionsreiche, zeitgemäße Rezepte der "steirischen Küche"
Deftig, würzig, steirisch. Die Grüne Mark hat unter Österreichs Bundesländern den Ruf, das Schlaraffenland schlechthin zu sein, ja, sie wird oft sogar als "Bauch von Österreich" bezeichnet - sicherlich zu Recht, denn vom "Hoadnsterz" bis zur "Klachelsupp‚n", vom "Verhackerten" bis zum "Kürbisgröstl" reiht sich eine herzhafte Köstlichkeit an die andere, ganz zu schweigen von kulinarischen Leitprodukten wie Styria-Beef und Kürbiskernöl, Steirerkas und Sulmtaler Hühner. Auf diesem kulinarisch einzigartigen Fundament entfachen Willi Haider und Christoph Wagner ein wahres Feuerwerk der Kochkunst. Sie verbinden die schlichte Bauernküche von anno dazumal mit zeitgemäß-leichten Variationen und schaffen so ein Handbuch steirischen Essvergnügens, das es in sich hat: 600 traditionelle Rezepte, zahlreiche Anekdoten und Leckerbissen zur Kulturgeschichte des Essens und Trinkens mit allem Wissenswerten über steirische Grundprodukte und Grundrezepte. Es ist sozusagen das neue Standardwerk der steirischen Küche mit leicht verständlichen, zeitgemäß aufbereiteten Kochanleitungen klassischer, steirischer Rezepte. Willi Haider und Christoph Wagner: "Die Steirische Küche" mit 600 traditionsreichen, zeitgemäßen Rezepten; ISBN: 3222131791, 464 Seiten, 17 x 24 cm, durchgehend farbig, Hardcover mit Schutzumschlag. Preis: EUR 34,90 - sFR 60,40. Erschienen bei Pichler Medienvertrieb GmbH & Co KG, Wien; www.pichlerbuch.at .
Klaus W. Grundstein

Köstliches Urlaubsland Südtirol
Südtirol - Berge, Natur, Seen, Urlaubsidyll - ist auch aus kulinarischer Sicht eine Reise wert. Schinken, Obst, Backwaren und Honig haben ihren festen Liebhaberkreis gefunden. Was die Südtiroler abseits von Knödeln und Speck in ihren Küchen so zaubern, haben Cornelia Adam und Angela Francisca Endress in "Köstliches Südtirol" zusammengetragen. Die sehr erfindungsreiche und progressive Küche Südtirols ist im Charakter bodenständig und verbindet alte Südtiroler Tradition mit mediterraner Leichtigkeit. Erst die Vielzahl an hochwertigen Nahrungsmitteln, die in Südtirol nach traditioneller Art erzeugt werden, wie Wein, Speck, Äpfel, Honig oder Schüttelbrot, verleiht diesen Gerichten ihre ganz besondere Note. Die Rezepte dieses Buches wahren die Traditionen der im Charakter bodenständigen Südtiroler Küche und den Bezug zu den Wurzeln des Landes, weisen aber auch mediterrane Einflüsse auf und erfüllen gleichzeitig die Kriterien der modernen Küche. Die Rezepte dieses Buches offenbaren den Charme der Südtiroler Küche mit dem intensiven Aroma der Produkte, die in dieser sonnenverwöhnten Alpenregion Region entstehen. Marinierte Forelle auf Apfelbett, Hirschmedaillons auf Walnuss-Kräutern oder Honig-Kräuter-Poularde sorgen für Wasser im Mund und Fernweh. Natürlich darf der traditionelle Speck nicht ganz fehlen: Zur Gemüse-Lasagne, als Mousse zum Feldsalat oder zu Rucola und Parmesan. Eine willkommene Ergänzung für den Genießer sind die Weinempfehlungen zu den einzelnen Gerichten. Cornelia Adam, Angela Francisca Endress: "Köstliches Südtirol", erschienen bei Neuer Umschau Buchverlag, 96 Seiten, 17,8 x 20,8 cm, zahlreiche Farbfotos, Hardcover, Halbleinen mit Lesebändchen, ISBN: 3-86528-227-X, EUR 12,90
Klaus W. Grundstein

"Sagenhafte" Entdeckungsreise im Rheintal mit Begleitbuch:
"Rheinische Sagen & Geschichten"
Der mächtige Strom "Vater Rhein" ist untrennbar mit der Landschaft verbunden, durch die er fließt: Schiefergebirge und Wälder, vorbei an Weinbergen und steilen Hängen, romantischen Schlössern, Ritterburgen; zum Teil bahnt er sich seinen Weg durchs Unesco-Weltkulturerbe. Eine "sagenhafte" Entdeckungsreise im Rheintal zwischen Düsseldorf und Mainz zu unternehmen steht nichts im Wege! Auf der neuen Ferienstraße "Rheinischer Sagenweg" - einem Ziel mit enormer Anziehungskraft für Touristen aus dem In- und Ausland - können  auf 586 Kilometern entlang des Rheins, der Mosel, der Lahn und der Nahe die Spuren der bekanntesten und schönsten Geschichten im Rheinland entdeckt werden. Interessierte können die Mythen, Sagen und Legenden im offiziellen Begleitbuch "Rheinische Sagen und Geschichten" nachlesen.  Durch das Rheintal von Düsseldorf bis Mainz, vorbei an 48 Städten an Rhein, aber auch an Mosel, Lahn und Nahe, zu gut 100 Schauplätzen der schönsten und bekanntesten Sagen und Geschichten führt die Reise. Der Leser erfährt von romantischen und tragischen Sagen, wundersamen Legenden und historischen Ereignissen, die Teil der Geschichte und Kultur des Rheinlandes sind. Es gibt Antworten auf die fragen: Wie das war mit den Heinzelmännchen in Köln, der Loreley bei St. Goar, der Mäuseturm bei Bingen und der Deutsche Michel aus Stromberg? Was es mit dem "Gymnicher Ritt"? Was hat es mit der Entstehung des Siebengebirges auf sich? Das alles ist herrlich illustriert von der Kölner Künstlerin Gerda Laufenberg. Nach der typischen Sage folgt ein Geschichtsexkurs, Informationen zu Sehenswertem und Empfehlungen zu Hotels, Restaurants und Museen. Die Verbindung von Sage und touristischer Information soll die Leute anregen, sich auf den Weg zu machen und das alte Kulturgut auf neue Weise wieder wahrzunehmen. Wer die Ferienstraße zu Fuß, per Schiff, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto erkunden möchte, kann auch auf das Internetportal www.rheinischersagenweg.de zurückgreifen. Dort werden zahlreiche weiterführende Infos und kostenlose Serviceleistungen rund um den Weg angeboten; z. B. ein Veranstaltungskalender, in dem zum Beispiel auf literarische Weinproben, geführte Wanderungen und Events für Kinder hingewiesen wird, auch Tourenvorschläge und Reiseangebote werden unterbreitet. Die Wanderwege "Rheinsteig" und "Rheinische Sagenweg"  profitieren voneinander, denn beide Wege ergänzen sich auf der gemeinsamen Teilstrecke hervorragend. Info per E-Mail: kontakt@rheinischersagenweg.de
Zum Begleitbuch: Klaus-Peter Hausberg: Rheinische Sagen & Geschichten, erschienen im J. P. Bachem Verlag mit 416 Seiten und über 300 Fotos, 48 farbigen Illustrationen von Gerda Laufenberg, 12.5 x 21.5 cm. Die hochwertige gebundene Ausgabe ISBN 3-7616-1986-3 ist für 19,95 Euro im Buchhandel erhältlich.
Klaus W. Grundstein

Der Duft des Kaffees - Die Geschichte einer Verschwörung"
Ein vielschichtiger Roman bis zum originellen Finale
Der Roman "DER DUFT DES KAFFEES - Die Geschichte einer Verschwörung" istvielschichtig bis zum originellen Finale. Es geht um Kaffee als das Getränk, das fast jeden von uns täglich tröstet, erwärmt und anregt. Geschichte und Wirkung dieses Elixiers werden beleuchtet. Die historische Bedeutung des Kaffees, dessen Duft Orient und Okzident verbindet, ist seit der Französischen Revolution von Gewicht. Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, Französische Revolution oder das Aufbegehren gegen Metternich immer boomten kurz zuvor Kaffee und Kaffeehaus. Ein Zufall? Auch heute ist Kaffee der meistgetrunkene Schmierstoff des Geistes in der westlichen Hemisphäre. Im ersten Kaffeehaus in Konstantinopel saßen Juden, Christen und Muslime dicht gedrängt nebeneinander, um den Duft des Kaffees zu genießen. Das Kaffeehaus trug später maßgeblich zur Auflösung des Ständestaates bei - und zwar so intensiv, dass viele Konservative den Tempel der geistigen Erbauung verbieten lassen wollten - doch es war bereits zu spät. Das auch heute noch meistgehandelte Gut nach Erdöl trat seinen Siegeszug an, erst in Europa, dann in der ganzen Welt. Erzählt wird die Geschichte eines exzessiven Kaffeeliebhabers, der in einen Anschlag auf das Lieblingsgetränk der Europäer verwickelt wird. Im Duft des Kaffees geht es auch um Fragen wie: Was löst Kaffee in uns aus? Wie beeinflussen Duft, Geschmack und Koffein unsere Sinne, unsere Beziehungen, unser Denken? Gestern und heute, privat und politisch. Im Zentrum des Romans steht die historische Rolle des Kaffees. Dieser Trank hat ein dunkles Geheimnis: er ist ein Aufwiegler, eine Droge der Revolution!
"DER DUFT DES KAFFEES - Die Geschichte einer Verschwörung" von Gerhard J.
Rekel; DTV-Premium Großformat; 260 Seiten; 14 Euro. Infos unter
www.DerDuftdesKaffees.de und www.dtv.de. Der Roman ist in Österreich
lieferbar ab Ende September, in Deutschland ab November 2005.
                     Klaus W. Grundstein

"Amadeus à la carte - eine kulinarische Reise durch die Mozartzeit."
Mozart führte ein unstetes Leben: Immerhin verbrachte er zehn Jahre seines kurzen Lebens auf Reisen. Dadurch erweiterte er seinen Horizont nicht nur in musikalischer und gesellschaftlicher, sondern auch in kulinarischer Hinsicht. Er genoss die opulenten höfischen Küchen, delektierte sich an den wohl gedeckten Tafeln des Großbürgertums in Salzburg, Wien oder Prag und stärkte sich in den Bauernküchen der einfachen Einkehrgasthöfe. Mozart war trotz seiner Kränklichkeit von Kind an alles andere als ein Asket. Seine Zeitgenossen kannten ihn als einen zutiefst sinnenfrohen Menschen, der Geselligkeit, Spiel und Unterhaltung liebte. Mit geradezu detektivischem Spürsinn hat sich Autor Christoph Wagner auf die Spur Mozarts gesetzt und begleitet ihn auf den Reisen in die Metropolen des alten Europa. Amüsante Anekdoten werden zum Besten gegeben, die köstlichsten Rezepte animieren zum Nachkochen. So wie zu Mozarts Zeiten speisen, verheißt exquisite Gaumenfreuden. Dazu Mozarts Musik zu hören und seine Briefe zu lesen, macht das Buch "Amadeus à la carte" möglich. Die Speisen entstammen historischen Vorlagen, wurden aber den heutigen Essgewohnheiten und Küchenverhältnissen angepasst. Schmankerln enthält auch die CD. Die musikalischen Appetithappen stammen aus der "Hochzeit des Figaro", dem "Don Giovanni" (Champagnerarie), dem Hornkonzert oder der Kleinen Nachtmusik. Das Buch ist aufwändig und liebevoll mit vielen historischen Gemälden gestaltet, die in die Bilder mit den Speisen eingebettet sind. Das Buch begleitet Mozart von Salzburg über Linz nach Deutschland, Paris und London; macht mit ihm Station in Italien, Prag und endet schließlich in Wien. Einem kulinarischen Abend mit kräftigem "Vivat Bacchus!" und vielen leicht nachkochbaren Rezepten im Geiste des Musikgenies Mozart steht also nichts entgegen.
Christoph Wagner: "Amadeus à la carte. Eine kulinarische Reise durch die Mozartzeit." Pichler Verlag, 96 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen und Audio-CD. ISBN 3-85431-370-5, 24,90 Euro.
Klaus W. Grundstein

Jetzt gibt es einen Straußwirtschaftsführer voller Geheimtipps!
40 ausgewählte rheinhessische Adressen
In Rheinhessen gibt es über 180 Straußwirtschaften. Aber nirgendwo lässt sich rheinhessische Lebensart besser entdecken als in einer Straußwirtschaft. Nur, welche Straußwirtschaften sind die schönsten, im Winter am gemütlichsten, wo sitzt man im Sommer draußen, wo gibt es die tollste Aussicht und wo wird "Kinderfreundlichkeit nicht nur groß schrieben sondern auch praktiziert? Und letztlich nicht am Unwichtigsten: Wie steht es mit gutem Wein? Was offeriert die Speisekarte? Dies alles hat Stefanie Jung gestestet und daraus die 40 besten Straußwirtschaften in Rheinhessen ausgewählt. Wein, Essen,  Ambiente und Kinderfreundlichkeit wurden mit Träubchen bewertet. Exakte Beschreibungen, viele Fotos und ein ausführlicher Serviceteil machen diesen Straußwirtschaftsführer zu einem unverzichtbaren Begleiter fürs Handschuhfach, den Rucksack oder die Fahrradtasche. Und was diesen Straußwirtschaftsführer besonders wertvoll macht, sind die Preisvergleiche! Zu fast jeder Straußwirtschaft gibt es einen Freizeit-Tipp. Also, zuerst einen kleinen Ausflug oder auch eine reise durchs Rebenland machen und sich dann in einer Straußwirtschaft gemütlich stärken und erholen.
Stefanie Jung: Straußwirtschaften in Rheinhessen. 40 ausgewählte Adressen
Erschienen im Leinpfad-Verlag, Ingelheim
136 Seiten, Broschüre, farbige Abbildungen, 12,90 Euro; ISBN 3-937782-32-X
 
Klaus W. Grundstein
"Ein schöner Tag: Rheinsteig"
Routenbeschreibungen für Tagesmärsche mit modernster Technik
Sagen, Schluchten und Satellitensignale begleiten Wanderer auf dem neuen Rheinsteig. 320 Kilometer windet sich der ausgezeichnete Premiumwanderweg entlang von Schieferfelsen, Weinbergen und mehr als 40 mittelalterlichen Burgen und Bauten von Bonn nach Wiesbaden. Viele Wanderer werden auf dem Weg vom Siebengebirge durch das Welterbe Oberes Mittelrheintal in den Rheingau erwartet. Damit niemand vom teils felsigen Pfad abkommt, verbindet der erste Rheinsteig-Wanderführer "Ein schöner Tag: Rheinsteig" gedruckte Routenbeschreibungen für 20 Tagesmärsche zwischen 10 und 22 Kilometern mit modernster Technik: Alle Touren können Buchkäufer kostenlos via Internet auf GPS-Taschen-Navigationsgeräte übertragen (www.rheinsteiger.de). Im Zickzackkurs führt der Weg zu traumhaften Weitblicken und direkt über Deutschlands bekanntesten Felsen, die Loreley. Realisiert wurde der Rheinsteig in knapp drei Jahren als Gemeinschaftsprojekt der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Das Buch "Ein schöner Tag: Rheinsteig-Set" (Buch, Karte und GPS-Daten), 180 Seiten mit mehr als 200 Fotos, Routendetails und    Höhenprofile, ist
erschienen bei ideemedia, ISBN 3934342-42-6, und kostet 20,95 EURO; Buch einzeln 12,95 EURO, Karte einzeln 9,50 EURO. Weitere Infos unter
www.einschoenertag.com oder über ideemedia GmbH, Karbachstr. 22, 56567
Neuwied, Telefon 02631/99960 oder beim Projektbüro Rheinsteig, c/o
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Löhrstraße 103 - 105, 56068 Koblenz, Telefon01805/648328.
Klaus W. Grundstein

Radatlas Rheinhessen - hilfreich und praktisch für spannende Radtouren
Das kleine Buch "Radatlas Rheinhessen" wird zum hilfreichen Wegbegleiter durch seine Kartenausschnitte im Maßstab 1:75.000, genauen Wegbeschreibungen, Stadt- und Ortspläne und treffenden Hinweise auf Sehenswürdigkeiten. Darin finden sich die schönsten Radtouren zwischen Worms, Mainz und Bingen. Deren sieben Hauptstrecken sind von den radelnden Autoren  - so versichern sie - Meter für Meter abgefahren worden. Die Karten zum genauen Routenverlauf informieren sogar über die Wegebeschaffenheit - ob sie befestigt oder unbefestigt sind. Dies gilt für die längste Wandertour am Rhein zwischen Worms und Bingen mit ihren 94 Kilometern und der durchgehenden Beschilderung (blau mit gelbem Euroradler) ebenso wie für den Rheinterrassen-Rundweg, den Selztal-Radweg, die Obstroute, die bereits genannte "Amiche"-Route sowie den Mühlen-Radweg und den Zillertal-/Pfrimm-Radweg. Der Text des Büchleins wird durch Hinweise ergänzt, die Varianten und Ausflüge schildern, Orte und Städte beschreiben und auf die Verbindungen zwischen den einzelnen Hauptrouten und den Radwegen in der Nachbarschaft - zur Pfalz und an die Nahe - verweisen. Der "Radatlas Rheinhessen" kostet 10,90 Euro. Er ist im gut sortierten Buch- und Fahrradhandel ab sofort erhältlich oder direkt bei der Rheinhessen-Information GmbH, Ingelheim, Telefon (06132) 44170. Bestellungen sind auch per im Internet möglich unter www.rheinhessen.info. Das handliche Querformat passt in jede Lenkertasche. Die geschützte Spiralbindung ermöglicht ein einfaches Umklappen der Seiten. Ein Übernachtungsverzeichnis, ein Ortsindex und Verweise auf Info-Adressen ergänzen den empfehlenswerten Ratgeber.
Klaus W. Grundstein

Kleine Paradiese in der Pfalz - Neuer Führer zu Pfälzer Weinstuben
"Wohl dem Landstrich, der eine solche Vielzahl und Vielfalt an Weinstuben hat wie die Pfalz". Dies verlautbart das Vorwort im  neuen Buches "Kleine Paradiese in der Pfalz ˆ 60 Weinstuben links und rechts der Deutschen Weinstraße". Autor Günter Werner, Journalist aus Landau, hat alle Lokale zwischen Schweigen und Bockenheim besucht und "beschmeckt". Er beschreibt charmant und gekonnt das Weinagebot der einzelnen Weinstuben, was davon in der Gunst der Gäste am höchsten stehen und verrät, welche Weine den Gästen von außerhalb zum Auftakt empfohlen werden. In allen genannten Weinstuben finden sich kleine und große Speisekarten. Diese werden oft vorwiegend pfälzischen, aber auch internationalen Gerichten mit hohem Anspruch gerecht. Der Autor konstatiert: "Jede der Weinstuben ist auf ihre Art originell, hat ihre eigene Atmosphäre, ist gemütlich und bietet was für's Geld". Über jede Weinstube wird auf zwei Seiten einschließlich Foto und einer Informationsspalte mit den wichtigsten Angaben berichtet. Das Credo des Autors: "Die Weinstube ist ein Ort der Begegnung und der Kommunikation, hier herrscht Lebensfreude pur". Das interessante Büchlein ist im höma-Verlag erschienen und kostet 9,80 Euro ohne Versandgebühren, inklusive Versandkosten 12,80 Euro. Bestellungen sind möglich über den Pfalzshop der Pfalz-Weinwerbung unter der Adresse www.pfalzshop.com. Unter http://www.zum-wohl-die-pfalz.de gibt es wertvolle Infos über die Pfalz.
Klaus W. Grundstein

Mosel, du schroffe Schöne
Malerische Flussschleifen, steile Weinberge und urwüchsige Dörfer. Von Trier bis Koblenz geht die Reise durch das sonnenverwöhnte Moseltal, eine der reizvollsten Kulturlandschaften Deutschlands, mit Abstechern an Saar und Ruwer. Die Autorin lässt sich von der üppigen Landschaft verzaubern, macht Halt bei Winzern in ihren Weindörfern, guckt in die Töpfe von kreativen Sterneköchen und gibt zahlreiche Übernachtungstipps. Ein facettenreiches, lyrisch-kulinarisches Bild entsteht, das die Mosel in ihrer ganzen schroffen Schönheit erfasst.
Monika Keuthen: Mosel, du schroffe Schöne. Ein Reisebuch für Weinliebhaber und Genießer feiner Speisen. 132 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Rezepten, Pappband. Daedalus Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89126-223-X. 22,– Euro


Weinführer Weinanbaugebiet Mittelrhein
Der Mittelrhein, mit knapp 500 Hektar Anbaufläche Deutschlands drittkleinstes Anbaugebiet, ist nie so richtig über einen gewissen Nischenstatus hinausgewachsen. Obwohl die Voraussetzungen für die Erzeugung insbesondere von hochwertigen Rieslingweinen nahezu ideal sind. Doch die Winzer haben es nie richtig verstanden, diese besondere Qualität in größerem Maßstab zu kommunizieren. Allerdings müssen nun, da das Mittelrheintal zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, neue Wege in Richtung eines zunehmend qualitativ orientierten, besser vernetzten Fremdenverkehrs beschritten werden. Hier schließt der im Kölner Emons-Verlag erschienene Mittelrhein-Weinführer jetzt eine Lücke. Im kompakten Taschenformat vermittelt Carsten Henn, Fachjournalist für Wein und Krimiautor, fundierte Informationen zu den wichtigsten Weinorten, den besten Lagen und natürlich zu den ambitioniertesten Winzern und ihren Weinen. Von der gründlichen Recherche des jungen Autors, der in Hürth bei Köln sogar eigene Reben pflegt, zeugt das kurzweilige, durchaus kritische Kapitel über die sagendurchtränkte Geschichte des Tales. Die Erdgeschichte kommt ebenfalls nicht zu kurz und die wichtigsten Rebsorten werden beschrieben und eine Etikettenkunde hilft dem neugierigen Weinfreund. Ferner finden sich Weinrezepte und Hinweise auf Veranstaltungen. Sicher von subjektiver Einschätzung, jedoch auch von exzellenter Kenntnis des Anbaugebiets zeugen die Seiten mit „Henns Lieblingsweinen“. Aktuelle Restaurant- und Weintourentipps ergänzen die Informationen und (etwas klein geratene) Karten sowie viele Fotos machen Lust auf einen Ausflug in diese spektakuläre Landschaft.
Carsten Henn: Weinführer Weinanbaugebiet Mittelrhein. 160 Seiten. Emons-Verlag, Köln 2005. 12,80 Euro
Peter Schneider

Wodka – Kultur & Genuss
Wer an Wodka denkt, dem fallen zunächst einmal die Assoziationen Kälte, Schnee, Norden und Einsamkeit ein, und dann ist es nicht mehr weit bis Polen, Russland und Skandinavien, insbesondere Finnland und – hemmungsloses Saufen bis zum Umfallen. Natürlich geht es in dieser deutschen Erstausgabe nicht um diese Dinge, sondern – siehe Titel! – um Kultur und Genuss. Um die Vielfältigkeit des Wodkas heute, um die Cocktail-Kultur und um Wodka als Essensbegleiter. Dass Wodka heute der beliebteste Branntwein der Welt ist, liegt nicht nur an bekannter Trinkfreudigkeit der Bewohner oben genannter Regionen, sondern vor allem auch an der vielfältigen Verwendbarkeit von Wodka als Basis für Mixgetränke und Cocktails. Natürlich gibt es neben Cocktailrezepten auch Produktinformationen und ein Kapitel „Wie man Wodka genießt“.
Also: Macht es euch gemütlich, der Jahreszeit angepasst, ein Drink auf Wodka-Basis zur Seite und spannende Lektüre dazu!
Ian Wisniewski: Wodka – Kultur & Genuss. 64 Seiten, 68 Farbfotos. Walter Hädecke Verlag, ISBN 3-7750-0426-2. 12,95 Euro
Lothar Christophel

Neuer Restaurant-Führer "Gusto Schwaben" erschienen

"Württemberg, Bayrisch-Schwaben, Allgäu & Bodensee"
Der neue kulinarische Führer "Gusto Schwaben 2005/2006" nimmt die Gastronomie von Stuttgart bis ins Wittelsbacher Land und vom Bodensee bis nach Hohenlohe unter die Lupe. Die Tester waren in rund 250 Restaurants unterwegs, darunter bei 32 Adressen im Allgäu und dem Raum Lindau. Benotet Die Gasthäuser mit Punkten wurden von 5 (geschmacklich bemerkenswert) bis 10 (herausragende Küchenleistung) benotet. Zusätzlich zur Benotung stellt "Gusto" regionale Wein- und Spezialitätengeschäfte vor. Der nützliche Restaurantführer "Gusto Schwaben 2005/2006 - die besten Restaurants und Landgasthöfe der Region" besteht aus 242 Seiten mit ausklappbarer Übersichtskarte und kostet 6,90 Euro. Er ist in jedem gut sortierten Buchhandel oder unter www.gusto-online.de zu bestellen (ISBN 3-938662-03-4).
                     Klaus W. Grundstein

Böden geben Wein Charakter - Weinbergböden im Fokus

Neues Büchlein"GUTE GRÜNDE FÜR RHEINHESSENWEIN. Steine. Böden. Terroir."
(Anmerkung der Redaktion:
siehe ergänzend hierzu im Heft der AUSGABE 2, Sommer 2005, Juni bis August, Seite 33:
"Hintergrund Terroir und Wein - Die verführerische Vielfalt der Weine").
Bereits den Römern war die Bedeutung von Boden und Klima bewusst. Im Französischen bildete sich mit der Zeit der Begriff "Terroir" heraus, der für eine abgegrenzte Lage hinsichtlich Rebsorte, Pflege, Erntezeitpunkt, Vergärung und Lagerung einen deutlich beschreibbaren Weintyp bezeichnet. Diese Philosophie besagt im ganzheitlichen Denken, dass jeder Wein seine Besonderheiten hat und die ihn charakterisierenden Eigenschaften je nach Jahrgang in sehr verschiedener Ausprägung hervortreten, jedoch immer erkennbar und für die jeweilige Lage und deren Boden kennzeichnend bleiben. Jetzt hat sich die Gebietsweinwerbung "Rheinhessenwein e.V." intensiv mit diesem Thema beschäftigt, da gerade die Berufung auf das Terroir, dem Zusammenspiel von Winzerkönnen, Klima und Bodenbeschaffenheit, das Profil des Rheinhessenweins stärkt. Um zu zeigen, wie wichtig der Stein für den Wein ist, hat sie zusammen mit dem "Dienstleistungszentrum für den ländlichen Raum" (DLR in Oppenheim), interessierten Winzern und dem Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB) die typischen rheinhessischen Weinbergsböden genauer unter die Lupe genommen. Daraus entstand das soeben vorgestellte Büchlein "GUTE GRÜNDE FÜR RHEINHESSENWEIN. Steine. Böden. Terroir.". Darin widmet sich Dr. Ernst-Dieter Spies vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz speziell den 17 typischen rheinhessischen Bodenstrukturen. Deren Entstehung und Eigenschaften und die daraus resultierende Charakteristik der Weine werden anschaulich dargestellt. Gerade den Riesling prägen die Bodenunterschiede ganz besonders. Anhand der in Kopie bei jeder Bodenart abgedruckten digitalen Weinbergsbodenkarte kann auf sehr einfache Weise die geografische Lage der jeweiligen Bodenstruktur festgestellt werden. Stephan Diemer, ebenfalls vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz, erklärt die Besonderheiten von Löß, Ton, Mergel, Rotliegendem, Kalkstein und Rhyolith. Das Thema ermöglicht einen neuen Blick auf den Weinberg mit seinen speziellen Eigenschaften und das Wirken des Winzers und ist Ansporn zugleich die "Schätze" des Weinbergbodens im Qualitätsmanagement des jeweiligen Weingutes zu verankern und in interessante Weine umzusetzen. Die oft zitierte rheinhessische Vielfalt drückt sich sowohl in unterschiedlichen Rebsorten, Geschmacksprofilen und Weinstilen  als auch in den spannenden und interessanten Geschichten aus, die die Weinbergsböden Rheinhessens zu erzählen haben. Zu diesem hervorragenden "Stoff" gibt es auch die passenden rheinhessischen Weine. Das von Rheinhessenwein e. V. und dem Landesamt für Geologie und BergbauRheinland-Pfalz gemeinsam herausgegebene sehr informative, klar gegliederte und verständliche Büchlein will "Terroir" begreifbar machen. Es ermöglicht einen Jahrmillionen weiten Blick in die geologische Vergangenheit Rheinhessens und kann für 5,00 EURO zzgl. Versandkosten bei www.rheinhessenwein.de/shop unter der Rubrik "Informativ" bestellt werden.
                                                       Klaus W. Grundstein

"Weinland Rheinhessen"
Die schönsten Weingüter, Landgasthöfe und Ausflugsziele.
Monika Becht
Societäts-Verlag 2005, 256 Seiten, Pappband mit zahlreichen Farbabbildungen.
12,80 EUR (D), 13,30 EUR (A), sFr 23,50 (CH).
ISBN 3-7973-0936-8
Wenn eine Karriereberaterin in Rheinhessen auf Entdeckungstouren geht und darüber ein Buch schreiben will .... was wird sie entdecken und was wird sie raten, damit Rheinhessen (noch mehr?) Karriere macht? Rheinhessen - ein Landstrich, der absolut neugierig macht - ist das Land im Dreieck zwischen Mainz, Bingen und Worms; eines der schönsten Weinanbaugebiete Deutschlands, das größte und dynamischste zugleich. Die ländliche Idylle ist ein Paradies für Weinliebhaber, Naturgenießer und Jene, die der Hektik des Alltags entfliehen möchten. Monika Becht stellt in ihrem Buch "Weinland Rheinhessen" die besten Straußwirtschaften und Gutsschänken vor und hat zahlreiche romantische Ausflüge ins rheinhessische Weinland parat. Aufgeteilt in die Gebiete Rheinterrasse, Wonnegau, Rheinhessische Schweiz und Raum Bingen/Ingelheim regt sie zum Besuch von historischen Winzerhöfen und dörflichen Weinfesten ebenso an wie zu Spaziergängen durch idyllische Ortschaften oder die vielgestaltigen Weinberge. Über die sinnliche und genussvolle, traditionsreiche Verbindung dieser besonderen Region mit dem Kulturgut Wein berichtet die in Frankfurt am Main als Karriereberaterin tätige Autorin sehr unterhaltsam und zeichnet dabei ein nachvollziehbares, ausdrucksvolles, buntes Bild Rheinhessens mit seinen unterschiedlichen Landschaften, Ecken, Winkeln und Besonderheiten. Sehr scharfsinnig und feinfühlig porträtiert sie Menschen, die versuchen, etwas zu bewegen, wie sie denken und wie sie es schaffen Tradition und Innovation aus Liebe zu ihrer Region sinnvoll zu verbinden und große Weine zu machen. Sie stellt Winzer und Gastronomen vor, bemerkt die Aufbruchstimmung der Jungen genauso wie die Erfahrung der Alten und Renommierten. Entdeckungstouren mit dem Rad oder zu Fuß anhand von Detailkarten verrät sie ebenso wie die interessantesten Adressen, Termine und Veranstaltungen und schwärmt dabei von ihren Ausflügen ins große Weinland Rheinhessen. Der Rat, den sie parat hat, ist das, was sie mit ihrem Buch vermittelt: Weinkultur, Lebensstil und Lebensgefühl mit Wein, kulinarischen Genüssen und kulturellen Ereignissen zu verknüpfen - Klasse statt Masse - das ist ihre Devise! Dieses informative und schön gestaltete Buch  "Weinland Rheinhessen", erschienen im Societäts-Verlag Frankfurt, sollte in den Köpfen und Herzen der Menschen Platz finden und gehört als Freizeitführer vor allem aber in jedes Auto.
Klaus W. Grundstein

Haeberlin/Elsass – Meine große Liebe
„Haeberlin/Elsass – Meine große Liebe“
280 Seiten, ca. 400 Abbildungen
ISBN 3-909909-08-6
67,50 €
Die Auberge de L’Ill der Gebrüder Haeberlin wird nicht nur seit 40 Jahren ununterbrochen vom Guide Michelin mit drei Sternen dekoriert, sie ist auch genauso lange Reiseziel und Eldorado für Feinschmecker aus der ganzen Welt. Wie über so lange Zeit eine solch herausragende Küchenleistung Tag für Tag aufs Neue erbracht werden kann, das verrät die Lektüre dieses von Marion Michels herausgegebenen Buches.  „In der Ruhe liegt die Kraft“, könnte auch der Titel lauten, den insbesondere die stimmungsvollen Fotos von Dave Brüllmann vermitteln. Dieses Gasthaus und die Menschen, die hier arbeiten, scheinen völlig losgelöst von der uns allen umgebenden Hektik des Alltags. Vergeblich sucht der Leser ein Inhaltsverzeichnis, es würde nur stören. Die Struktur des Buches – und klischeehaft ist man verführt zu sagen: die Struktur des Lebens – geben die vier Jahreszeiten vor. 35 Rezepte hat Marc Haeberlin den Jahreszeiten entsprechend zusammengestellt. K