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Home : Sonderthemen : Sonderthemen

Sonderthemen

Auf dieser Seite – Last not Least – werden wir sie in Zukunft über verschiene "Themen rund um den Wein" informieren. Das Angebot wird ständig erweitert. Es wird sich also lohnen auch diese Seite öfters zu besuchen.

Collio – Hochsitz des Weins im Friaul
Im Friaul, der Landschaft um Udine, wird eine einfache Küche bevorzugt. Die Polenta, ein Maisgericht, das in anderen Teilen Italiens als das „Essen der armen Leute“ gilt, wird hier hoch geschätzt und gerührt, gebacken oder gegrillt mit Käse, Fisch, Fleisch, Milch oder Wurst verfeinert. Eine große Rolle spielt auch das Schweinefleisch. In vielen Familien ist es üblich, ein Schwein großzuziehen, das dann zum Fest vom purcitar, dem fahrenden Metzger, geschlachtet wird. Oft trifft man im Friaul auch heute noch auf den fogolar, eine offene Feuerstelle in der Küche, die zum Rösten von Schweinefleisch benutzt wird. Die Region ist bekannt für seine Speckerzeugung. Die Pancetta, die zwölf Stunden geräuchert und sieben Monate gereift wird, ist die bekannteste Spezialität und der berühmte Prosciutto di San Daniele, neben dem Parmaschinken wohl einer der weltweit bekanntesten Schinken Italiens, stammt aus dem kleinen San Daniele del Friuli, wo er durch eine eigene DOC geschützt wird. In Triest, dem ehemaligen Handelshafen der Donaumonarchie  Triest, ist noch immer der Einfluss der österreichischen, kroatischen, ungarischen und slowenischen Küche spürbar. Die Spezialität  Karniens, im Norden Friauls, ist der Frico, eine Art Käsefladen, der in der Pfanne geröstet wird. Auch der Montasio, ein seit dem 12. Jahrhundert bekannter Käse wird hier mit eigenem DOC-Prädikat produziert. In den Küstenorten Friauls mit den bekannten Touristenzentren Lignano, Sabbiadoro, Bibione, den Lagunen von Grado und Marano, stehen wie überall an Italiens Küsten oft Meeresfrüchte und Fische auf dem Speiseplan. Weintrinkern ist im Friaul besonders der Collio (von colle  „Hügel“) bekannt. Er liegt hart an der Grenze zu Slowenien bei Goriza und einige Weinberge liegen jenseits der zu Zeiten des Kalten Kriegs streng bewachten Grenze. Was nach dem Zerfall des Habsburger Reiches sogar den Ost-West-Konflikt überstand hat auch nach der Integration Sloweniens in die EU Bestand: Italienische Winzer, die auch auf der slowenischen Seite des Hügels, dem Brda, Weinberge besitzen, dürfen ihren Wein mit einer EU-Ausnahmeregelung dennoch mit italienischem Etikett verkaufen und umgekehrt. Die berühmtesten und mit 85 Prozent meistangebauten Reben des Collio bringen Weißweine aus Pinot bianco, Chardonnay, Ribolla Gialla, Tocai Friuliano  oder Sauvignon blanc. Die Hügellandschaft verfügt über die charakteristischen „Flysch“-Böden aus Ton und Sand, die zu den besten Italiens zählen. Flysch ist eine wiederholte Abfolge von dünnen Tonschichten und mächtigen Sandbänken und zeichnet sich durch runde Geländeformen aus. Auch Malvasia istriana, Müller-Thurgau, Riesling und Welschriesling gedeihen gut in den Weinbergen. Große Rotweine aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Pinot nero, Schioppettino und Tazzelenghe wachsen besonders gut an der wärmeren Südflanke des Collio. Die Collio-Weine behalten durch einen guten Säuregehalt auch beim Barriqueausbau ihre Frische und lebendige Fruchtigkeit. Auch der Grappa, ein Schnaps aus ausgepressten Schalen der Weintrauben, stammt aus Friaul. Wie stolz die Winzer des Collio auf Ihre Weine sind, die mit den Jahren immer besser geworden sind, sieht man dem druckfrischen Buch „Collio. I volti di una terra.“ deutlich an. Die großen Winzer der Region hat man darin einzeln vorgestellt und Land und Leute liebevoll, aber leider nur in italienischer Sprache, geschildert. Zum großen Teil liegt der Fortschritt wohl an der verbesserten Weinbautechnik, die dort mit den Jahren Einzug genommen hat. Junge Önologen und Agronomen  haben sich dort quasi Feldforschung betrieben und mit neuen Anbausystemen und –praktiken die Basis für deutlich bessere Weine gelegt.  Die meisten der hochprämierten Weingüter des Collio konzentrieren sich auf die Orte Capriva del Friuli, Cormons und  Goriza. Dort hat man vor nicht allzu langer Zeit, in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, den Weinbau revolutioniert und mit Temperatursteuerung im Stahltank, Gärung des Mostes ohne Kontakt zur Schale und eine strenge Unterbindung der Oxydation blitzsaubere, körperreiche, kraftvolle und moderne Weine geschaffen, die schnell internationales Aufsehen erregten.  Einer der interessantesten Weine der Region ist der Tocai Friuliano. Mit 30 Prozent des Friauler Weißweins ist die edle Rebe eines der Standbeine des Weißweinausbaus. Trotz des irreführenden Namens hat sie nichts mit der ungarischen oder der Elsässer Tokai-Traube gemein und ist nicht damit verwandt. Der jung zu trinkende Wein von hellem Gelb verströmt feinblumige Mandelaromen mit Anklängen von Akazienblüten und Apfel. Mit milder Säure umschmeichelt er den Gaumen weich und samtig.  Ein anderer spannender Wein der Region ist der Ribolla Gialla mit seiner strohgelben Farbe und leichten grünlichen Reflexen, einem Aroma von Akazien- und Kastanienblüten, einem vornehmen und herzhaften Geschmack und einem nachhaltigen Aroma von grünen Äpfeln und Birnen mit leichter mineralischer Note.  Wir haben einige der Weingüter  besucht und ihre Weine verkostet. Besonders gut gefiel uns dabei das schmucke Castello di Spessa, das man mit seinen 30 ha gut und gerne als Grand cru des Collio bezeichnen kann. Loretto Pali hat die Kellerei aus dem 14. Jahrhundert es in den 80er Jahren erworben. In dem tiefen Bunker lagern in Barrique die vornehmen Riservas. Der Collio Sauvignon Segrè 2003 hat vom Gambero Rosso die begehrten drei Gläser erhalten und ist ein wahrhaft prächtiger Wein seiner Art, äußerst komplex, ausgewogen von Frucht, Alkohol und Säure. Auch das benachbarte Russiz Superiore, wo der sympathische Marco Felluga die Fäden seiner Weingüter im Collio-Gebiet zusammenhält, konnte mit seinen Weinen überzeugen. Der Collio Bianco Col Disôre 2002 ist ein Cuvee aus Tocai, Ribolla, Pinot bianco und Sauvignon und hält ungemein vielfältige Aromen für den Weinfreund bereit. Es duftet nur so nach Pfirsich und Apfel, das Holz gibt sanfte Vanillenoten dazu und über allem hängt ein Hauch von Zitrusfrüchten und Wiesenkräutern. Auch der reine Pinot bianco 2003 steht dem Wein in Frucht und Fülle in nichts nach. Die benachbarte Villa Russiz, ein Weingut in einer verkleinerten Kopie des prunkvollen Schloss Miramare in Triest, bietet neben der guten Arbeit von Gianni Menotti im Weinberg und Keller Wein-Business-Kurse an. Wer sich also eine Flasche des vorzüglichen Collio Chardonnay Gräfin de La Tour 2002 gönnt, die der Gambero Rosso ebenfalls mit drei Gläsern geadelt hat, tut gleichzeitig noch Gutes, denn der Gewinn wandert zusammen mit den Einnahmen aus den Seminaren in den Unterhalt des Internats für Not leidende Kinder. Der Wein verfügt über ein ausgesprochen elegantes und gleichzeitig exotisches Bukett von Creme, Vanille und Bananen, hat einen komplexen, fetten Geschmack und eichte Aromen von Zitrus und heller Schokolade, aber auch der Pinot Bianco 2003  ist ausgesprochen elegant. Matijaz Teric hat sein Weingut in San Floriano del Collio, einer der begehrtesten Mikrozonen des Collio, da die Weine in den dortigen Steilhängen mit seinen Böden aus Sand und Mergelton in den Genuss der Bora aus den nahen Bergen und der Meeresbrise kommen. Der Collio Ribolla Gialla 2003 des kleinen Weinguts ist sehr schön fruchtig. Das Bukett verströmt Kräuter- und Zitrusnoten und am Gaumen dominieren Pfirsich und Aprikose bei einer leichten Zitrusnote. Auch der Collio Sauvignon 2003 mit Zitrusfrucht und exotischen Fruchtnoten und einem intensiven Geschmack kam bei der Verkostung gut an. Zwischen Cormans und Capriva liegt Carlo di Pradis, die Kellerei der Gebrüder Buzzinelli, die ihre Weine sehr traditionell friaulisch ausbauen. Der sehr angenehme, samtige Collio Merlot 2000 mit weichen Tanninen  hat ein fruchtiges Bukett von reifen Pflaumen und Himbeeren und einen langen Abgang. Das Weingut Fiegl in Gorizia verfügt über zwei sehr trinkenswerte Produktlinien: die Premiumlinie Leopold, die länger im Keller verweilt und die sehr süffige Basisreihe, die einen guten Eindruck vom Terroir vermittelt. Sehr schön das weiße Leopold Cuvée Blanc 2002 mit seinem eleganten Quitten- und Birnenaroma, das auch preislich attraktiv ist – was leider nicht für alle Weine aus dem Collio gilt. Auch der Collio Merlot Leopold 2000 mit seiner kräftigen Struktur und seinen  schönen Aroma von schwarzen Johannis- und Holunderbeeren begeisterte uns. Preislich wissen die Winzer aus dem Collio durchaus, was ihre Kreszenzen wert sind.  Unter 10 Euro ist kaum etwas Gutes zu bekommen und die Topweine kosten auch gerne mal über 40 Euro pro Flasche. Weitere Spitzenweingüter im Collio: Roncus, Schiopetto, Borgo San Daniele, Mauro Drius. Livio Felluga, Edi Keber, Dario Raccaro, Ronco dei Tassi, Ronco del Gelso, Franco Toros, Gravner, Eddi Luisa, Vie di Romans, Lis Neris,    © Nilgün Burgucu/Michael Ritter


Essigspezialitäten
Sauer macht gelüstig
„Jetzt ist alles Essig!“, sagt man in Süddeutschland, wenn etwas nicht mehr zu retten ist. Dieser Ausspruch zeigt den schlechten Ruf des Essigs, der diesem lange Zeit zu Unrecht anhaftete. Auch wenn Essigbakterien daran „schuld“ sind, dass guter Wein „kippt“ und sauer wird – mit dem echten, edlen Essig hat dieses Zufallsprodukt in der Regel wenig gemein, auch wenn die ersten Essige wohl auf diese Weise entstanden sind. Seit Urzeiten haben unsere Vorfahren bereits Essig als Nahrungsmittel, in der Medizin und Kosmetik verwendet: In 8.000 Jahre alten Gefäßen konnten bereits Spuren von Essig nachgewiesen werden. Er war besonders in Mesopotamien und Ägypten sehr beliebt – im Land zwischen Euphrat und Tigris schätzte man schon vor mehr als 4.000 Jahren „saures Bier“, eine Art Bieressig. Der griechische Gelehrte Hippokrates berichtete über Anwendungen des Essigs bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden. Auch die Japaner konservierten schon im 17. Jahrhundert rohen Fisch, indem sie ihn in Essigreis einpackten, eine Frühform des heute beliebten Sushi.
Wie Essig entsteht
Wenn Wein intensiv mit Luft in Berührung kommt, entsteht Essig. Das wussten schon die alten Griechen. Aber erst Louis Pasteur gelang es 1864, dem Zufallsprodukt auf die Spur zu kommen – und das Geheimnis der Essiggärung zu lüften. Er stellte fest, dass sich die in der Luft befindlichen Essigsäurebakterien (Acetobacter) an den Nährstoffen auf der Oberfläche einer leicht alkoholischen Flüssigkeit festsetzen, vermehren und so den Alkohol in Essig umwandeln. Damit war der Grundstein für eine gezielte Essigherstellung gelegt. Ein Unternehmen, das heute einen hochwertigen Essig herstellt, kontrolliert die richtige Gärtemperatur ebenso wie die exakte Menge an Sauerstoff. Beide Faktoren werden mit dem Alkohol und der Säure so abgestimmt, dass die Bakterien ihre optimale Aktivität entfalten können. Die reine Essiggärung im Fermenter dauert rund sechs Wochen. Anschließend kommt der Essig in Lagerfässer, um je nach gewünschter Geschmacksausprägung weiter zu reifen.
Seit Anfang der achtziger Jahre ist ein wachsendes Interesse an guten Weinessigen und Essigspezialitäten zu beobachten. Es war die „Nouvelle Cuisine“, die die leichte, gesunde Küche gefördert und damit den Essig wieder populär gemacht hat. Und auch wenn sie selbst heute fast schon Geschichte ist – der Essig hat seinen Platz behauptet. Zuallererst ist Essig heutzutage sicher ein beliebtes Würzmittel, das Speisen verfeinert und ihnen einen einzigartigen Geschmack verleiht. Früher hauptsächlich für Salatdressings oder Spezialitäten wie Sauerbraten oder saure Nierle verwendet, finden sich Essigspezialitäten als besondere Würze heute überall in der feinen Küche – das Spektrum der Verwendungsmöglichkeiten ist praktisch unendlich. Ein Schuss Essig an Saucen und Gemüse, zu Fleischgerichten oder Meeresfrüchten gibt den Speisen den gewissen Pfiff. Und er kann noch mehr: Beim Salat schließt der Essig das Aroma der Salatblätter und der Kräuter auf. Beim Gemüse bewahrt er die Frische der Farbe und die enthaltenen Vitamine; er aktiviert die Ballaststoffe und macht sie besser verdaulich. Fleisch macht der Essig zart und gibt ihm einen würzig-pikanten Geschmack. Fisch hält er länger frisch und bringt den Eigengeschmack besser zur Geltung. Deutschlands älteste Essigmanufaktur ist der Familienbetrieb Carl Weyers in Donaueschingen mit einer mehr als hundertjährigen Tradition. Hier entstehen Spezialitäten wie Löwenzahnblüten-, Tannenspitzen- oder Eiswein-Essig. Seit mehr als zwanzig Jahren hat sich der „Doktorenhof“ in Vennigen in der Pfalz der Kunst des Essigmachens verschrieben. Neben Basisessigen für die tägliche Küche fertigt die Manufaktur vielfältige Heilpflanzenessige und aromatische Aperitif- und Digestif-Essige – aus eigenen Weinbergen und fast ausschließlich von Hand verarbeitet. Nicht nur der hausgemachte Senf, auch Marmeladen bekommen hier mit einem Schuss Essig den sauren Kick. Selbst vor mit Essig veredelten Pralinen und Kaffee schrecken die Essigliebhaber nicht zurück.
Essig – Vielfalt ohne Grenzen
So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten sind auch die Essigvarianten: Da gibt es zunächst den einfachen Branntweinessig, der relativ wenig Eigengeschmack besitzt und hauptsächlich als Einlegeessig in der Industrie verwendet wird, zum Beispiel für Gewürzgurken oder Mixed Pickles. Der Weinessig wird aus Rot- oder Weißwein hergestellt, hat einen Essigsäuregehalt zwischen sechs und zehn Prozent und einen spritzigen Geschmack, wobei Weißweinessig die mildere Variante darstellt. Obstessig kann prinzipiell aus allen Obstsorten gewonnen werden, die gängigste Variante ist allerdings der Apfelessig. Ihm wird auch der größte gesundheitliche Nutzen zugeschrieben, da er alle wertvollen Inhaltsstoffe des Apfels enthält. Aromaessige entstehen beim Versetzen mit diversen Früchten, Kräutern und Gewürzen. Bei der Zusammenstellung sind kaum Grenzen gesetzt und sie können auch selber angesetzt werden. Beispiele sind der beliebte Sieben-Kräuter-Essig, der Zitronen- oder Himbeeressig. Weingüter und Winzergenossenschaften fertigen ihre Winzeressige aus eigenen Trauben. Spitzenköche kreieren mittlerweile ganze Menüs mit Edelessigen aus speziellen Rebsorten wie Riesling, Spätburgunder oder Gewürztraminer. Daneben gibt es diverse internationale Spezialitäten: Bekannt ist der Sherryessig aus der Gegend um Jerez de la Frontera in Andalusien, wo er mit dem „Solera-Verfahren“ hergestellt wird, das auch dem Sherry-Wein sein unverwechselbares Aroma gibt. Sein kräftiger Geschmack harmoniert gut mit Fleisch, er ist daher besonders für Marinaden und Chutneys geeignet. Malz- oder Bieressig wird vorwiegend in Nordeuropa und England hergestellt, aber auch in Deutschland, etwa aus bayerischem Bockbier. Mit seiner kräftigen Art passt er zu deftigen Gerichten. Reisessig ist besonders in China und Japan beliebt. Der milde Essig eignet sich hervorragend für die süßsauren asiatischen Gerichte, zum Einlegen von Gemüse und für das „Trend-Gericht“ Sushi. Rosinenessig ist hauptsächlich im Mittelmeerraum verbreitet. Das fruchtig-kräftige Aroma verfeinert Salate, Fleisch- und Fischgerichte. Was fehlt? Natürlich der „Aceto Balsamico di Modena Tradizionale“, der als „König der Essige“ bezeichnet wird. Die Besonderheit des Edelessigs: Er wird aus eingedicktem Traubenmost hergestellt und lagert jahrelang in Fässern aus unterschiedlichem Holz, wodurch er seine süße und dickliche Konsistenz erlangt und seine unnachahmliche Reife. Allerdings ist auch der Preis oft beachtlich – die billigere Alternative sind die einfachen Balsamessige, die industriell produziert werden und geschmacklich mit den „traditionellen“ Vertretern oft wenig gemein haben.
Nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund
Die Neuentdeckung der Essigspezialitäten ist sicher auch eine Folge des Wellness-Zeitalters, das immer neue – oder eben alte – Mittel sucht und entdeckt, um der Gesundheit auf die Sprünge zu helfen. Im menschlichen Organismus selbst wird ständig Essigsäure auf- und abgebaut. Und zwar erheblich mehr, als man selbst bei unmäßigem Genuss von Essig zu sich nehmen könnte. Essig verstärkt die Magensäureproduktion und fördert dadurch die Verdauung. Er enthält wichtige Aminosäuren sowie Vitamine aus dem B-Komplex, und – Diätwillige aufgepasst – er kann helfen, übertriebene Gelüste auf Süßigkeiten zu regulieren. Der Essig erfüllt daher die Wünsche der Konsumenten nach einem natürlichen Nahrungsmittel, dem noch dazu vielfältige Heilwirkungen nachgesagt werden. Die Historie belegt, dass die heilende Wirkung des Essigs im Zusammenspiel mit ausgesuchten Pflanzen quer durch alle Kulturkreise bekannt war. Viele der geschichtlich überlieferten Heilwirkungen wurden, obwohl seit Tausenden von Jahren erfolgreich, erst in jüngster Zeit wissenschaftlich belegt. So testete die Weltgesundheitsorganisation WHO in Zusammenarbeit mit dem Hygiene-Institut der Frankfurter Goethe-Universität die Wirkung unterschiedlichster Substanzen auf den Erreger der Lungenkrankheit SARS – die Doktorenhof-Essige ließen dem Überträgerstoff der Krankheit keine Chance und töteten die Keime binnen einer Minute vollständig ab.  Ähnlich positive Ergebnisse sind bei bakteriellen Erkrankungen oder hinsichtlich der physiologischen Wirkungen der Essige zu verzeichnen. Sie regen den Stoffwechsel an, aktivieren Mund-, Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüsen optimal, wirken entschlackend, verdünnen das Blut und befördern die Ausschüttung von Testosteronen und Östrogenen – weshalb der „Säftelockerer“ auch als Aphrodisiakum gilt. In der Kur werden Essig-Sahne-Bäder, Essigheilwickel gegen Krampfadern oder Essigfangopackungen gegen Rheuma eingesetzt, gegen Bronchitis und Asthma wird essiggeschwängerte Luft eingeatmet. Nicht zuletzt ist das Sprichwort „sauer macht lustig“ auf die Verwendung von Essig zurückzuführen. Das Sprichwort hieß früher allerdings ganz anders, nämlich: Sauer macht „gelüstig“. Heute würde man einfach sagen: Sauer regt den Appetit an. Deshalb reichte man früher zu Beginn von Fressgelagen sauer Eingelegtes. Entsprechend behandelte Gurken fehlen – zur Steigerung des Durstes mit viel Salz angereichert – auch heute noch in keinem russischen Menü. Eine Alternative sind Aperitif-Essige, die immer mehr Anhänger finden. In unzähligen Geschmacksvarianten angeboten, sind sie ein leckerer Einstieg in einen „gelüstigen“ Abend.
Karin Wiemer

Wein gesund genießen - Erziehung gegen den Alkoholmissbrauch
Brüssel. Nur wenn Wein moderat getrunken wird, ist er ein bekömmlicher und gesunder Bestandteil einer modernen Ernährung. Jeglicher Missbrauch schadet nicht nur dem Einzelnen und der Gesellschaft, sondern belastet auch das Ansehen des Produktes und der Branche. Daher ist der gesamte Weinsektor daran interessiert, gemeinsam mit den zuständigen Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft präventive Maßnahmen zu ergreifen, um über die Vorteile eines moderaten Konsums von Wein zu informieren und vor dem Missbrauch von alkoholischen Getränken zu warnen. Der Weinsektor weist darauf hin, dass die weitaus größte Zahl aller Verbraucher gesundheitsbewusst ihren Wein genießt. Sie dürfen nicht mit staatlichen Reglementierungen belastet werden, die für die Minderheit derjenigen, die alkoholische Getränke zur "Lösung" ihrer sozialen Probleme missbrauchen oder aus anderen Gründen gesundheitsschädigend konsumieren, gedacht sind. Daher wird generelle Verteuerung (z.B. durch Steuererhöhungen) von alkoholischen Getränken oder eine Verminderung ihrer Verfügbarkeit (z.B. durch Einschränkung von Verkaufsorten oder -zeiten) darauf abzielen, den Konsum alkoholischer Getränke insgesamt zu senken, abgelehnt. Nach Auffassung von COPA-COGECA in Brüssel, die die Europäischen Weinerzeuger repräsentiert, reichen die geltenden Vorschriften aus, sie müssen allerdings konsequenter als bisher überwacht werden (Beispiel Abgabe von alkoholischen Getränken an Jugendliche). Die Vereinigung unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Erziehung zu einer gesundheitsbewussten Ernährung, zu der auch ein verantwortungsvoller Umgang der Erwachsenen mit alkoholischen Getränken gehört. Kindern und Jugendlichen muss verständlich gemacht werden, warum sie keine alkoholischen Getränke konsumieren sollen. Verbote provozieren zur Überschreitung, wenn keine Einsicht in den Sinn des Untersagens gegeben ist. Fest steht, dass im Gegensatz zu anderen alkoholischen Getränken der Wein im Rahmen einer Marktorganisation umfassend von der Erzeugung bis zur Vermarktung und Etikettierung reglementiert ist. Mit Blick auf die bevorstehende Reform der EU-Weinmarktorganisation spricht sich COPA COGECA dafür aus, dass die Förderung eines moderaten Weinkonsums und die Verhinderung des Missbrauchs in die Ziele der Marktorganisation ausdrücklich aufgenommen und die entsprechende Rahmenbedingungen und Instrumente ausgestaltet werden. Warning labels werden aufgrund auch Erfahrungen aus anderen Sektoren für ungeeignet erachtet, stattdessen soll der Rahmen für eine informative Aufklärung und Information geschaffen werden.
Klaus W. Grundstein

Für die Fernbeziehung gegenseitiges Zuprosten aus der Ferne
High-Tech-Gläser machen es möglich
Liebes- oder Ehepaare, die eine Fernbeziehung führen, müssen in Zukunft nicht mehr auf ein gemeinsames Gläschen Wein verzichten. Forscher des Massachusetts Institute of Technology [MIT] in Boston haben Weingläser entwickelt, die über flüssige Sensoren, LED-Anzeigen und drahtlose Verbindungen - etwa das satellitengestützte System GPRS - miteinander kommunizieren können. Führt ein Partner sein Glas zum Mund, beginnt das Glas des anderen in warmem Rot zu leuchten - egal wie weit die beiden voneinander entfernt sind. Das berichtet das britische Fachjournal "New Scientist" in seiner jüngsten Ausgabe 2542, 2006, 25). Damit ist das gemeinsame Glas Wein am Abend auch für Paare mit Fernbeziehung in greifbare Nähe gerückt. Denn so könnten sich auch Partner, die sich nur selten sehen, "zwischendurch" das Gefühl romantischer Nähe herbeizaubern, so die Forscher. Neben dem gemütlichen Trinkgenuss zu zweit sind auch ernsthaftere Anwendungen denkbar. Mit Hilfe der neuen Technik ließe sich beispielsweise aus der Ferne kontrollieren, ob ältere Patienten genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Technologie soll im April auf einer Fachkonferenz über die Interaktion von Mensch und Computer [CHI 2006] in Montreal vorgestellt werden.
Klaus W. Grundstein

Wein ist gut für das Zahnfleisch
Orlando. Genießer lassen einen guten Schluck Rotwein in der Regel etwas länger im Mund, um den Geschmack mit allen Sinnen aufzunehmen. Gut so, sagten Forscher der Laval-Universität in Quebec bei Jahrestagung der amerikanischen Vereinigung für Dentalforschung in Orlando, denn die im vergorenen Traubensaft enthaltenen Polyphenole sind offenbar heilsam bei Zahnfleischentzündungen. Vor allem in den Schalen der roten Trauben findet sich eine Reihe von Polyphenolen, die sich in Phenolsäuren und Flavonoide unterteilen. Während Phenolsäuren als Gerbstoffe dem Wein häufig einen herben Geschmack verleihen, schenken die Flavonoide als Farbpigmente den Trauben ihr blaues Aussehen. Besonders ausgeprägt sind die stark antioxidativen Funktionen der auch als Phytamine bezeichneten Inhaltstoffe. Die antientzündlichen Eigenschaften testeten kanadische Wissenschaftler an Zellen von Mäusen. Zunächst isolierten die Forscher Makrophagen aus dem Immunsystem der Tiere und behandelten sie mit Fragmenten von Bakterien, die Zahnfleischentzündungen auslösen. Nach einiger Zeit ließen sich vermehrt freie Radikale feststellen, die ihrerseits das Mundgewebe schädigen. Ihre Anzahl wurde deutlich reduziert, wenn vor dem Bakterienbefall entsprechende Polyphenole aus Rotweinextrakten zugeführt wurden. Eine Spülung mit vergorenem Traubensaft könnte somit aufgrund der antioxidativen Wirkung Entzündungen im Mund vorbeugen und heilen, meinen die Wissenschaftler. Dabei ist Rotwein am effektivsten, da anders als beim Weißwein die polyphenolreichen Traubenhüllen mit vergoren werden.
Klaus W. Grundstein

Die Weine des Pharao Tutanchamun

Dass der ägyptische Pharao Tutanchamun (1347 bis 1339 vor Chr.) gerne Wein trank, ist von Krügen aus seinen Grabbeigaben bekannt, auf denen Kelterjahr, Herkunft der Trauben und der Name des Winzers vermerkt sind ("Wein des Jahres fünf aus dem Hause Tutanchamun. Vom Chef-Winzer Khaa"). Wein war der ägyptischen Oberschicht und den Königen vorbehalten und gehörte zu deren Grabbeigaben. Wissenschaftler der Universität Barcelona lüfteten nun Zug um Zug nun die Wein-Geheimnisse aller sechs Krüge aus dem 1922 entdeckten Grab des ägyptischen Herrschers (drei Weinkrüge sind im Besitz des Britischen Museums und drei gehören dem Ägyptischen Museum in Kairo). Mit einer neuen Methode (Flüssigkeitschromatographen und Massenspektrometer) gingen sie ans Werk um die Reste aus den Krügen zu identifizieren. In allen fanden sich chemische Rückstände von Trauben. Schon im ersten Krug wurden Spuren von Weinsäure nachgewiesen. Hier fand sich Syringa-Säure, eine Substanz, die mit der Zeit aus den dunkelroten Anthocyan-Farbstoffen entsteht, die dem Rotwein seine Farbe verleihen. Es war also der in Ägypten übliche Rotwein, der sich in dieser Grabbeigabe befand. Mit den gleichen Methoden wurden die restlichen fünf Krüge untersucht. Aber keiner enthielt die für Rotwein typische Syringasäure. Die Forscher sind sich daher sicher, dass sich in diesen Krügen Weißwein befand, der wohl als gutes Getränk betrachtet wurde. Die Originalstudie wird in der nächsten Ausgabe des "Journals of Archaeological Science" veröffentlicht. Das britische Fachjournal «New Scientist» (Nr. 2539, S. 22) merkt an, bislangsei Weißwein erst um 300 nach Christi Geburt für Ägypten belegt; Rotwein hingegen war als Grabbeigabe im alten Ägypten durchaus üblich. Der Pharao verstarb im Teenager-Alter vermutlich durch einen Schwerthieb ins linke Knie, da er eine von dieser Verletzung verursachte Infektion nicht überlebte. Das hat ein internationales Forscherteam festgestellt, berichtet die italienische Zeitung "Alto Adige". An dieser Entdeckung seien auch der Südtiroler Pathologe Eduard Egarter und der Radiologe Paul Gostner maßgeblich beteiligt, die beide seit Jahren die "Gletschermumie Ötzi" erforschen.
Klaus W. Grundstein

Hokus Pokus oder gewagtes Experiment?
In Japan wird sekundenschnell aus neuem Wein ein reifer Tropfen gemacht
Die "Alterung" ist beim Wein alles. Manchmal wird er lange Zeit in Eichenfässern gelagert, um ihm seine besondere Note zu geben. Kenner bewahren besondere Flaschen über Jahre im Keller auf, um das komplexe
Bouquet genießen zu können, wenn der Wein seinen Höhepunkt in der Reife erreicht hat. Für den Japaner Hiroshi Tanaka ist das alles Zeitverschwendung. Er entwickelte eine Maschine, in der in wenigen Sekunden aus einem Beaujolais Nouveau ein schöner, reifer Wein gemacht wird. Dazu ganz gbenötigt er nur ein paar Volt für die Elektrolyse. "Wir bearbeiten die jungen Weine und machen daraus im Handumdrehen Flaschen mit reifem Wein", sagt Tanaka, Chef der japanischen Firma Innovative Design and Technology, die ein kleines Labor in Hamamatsu westlich von Tokio unterhält. "Denken sie nur daran, was man sparen kann", schwärmt Tanaka, "kürzere Produktionszeiten, keine lange Lagerung, keine Investitionen in Fässer." Seine Firma ist im Gespräch mit Weinproduzenten in den US-Bundesstaaten Washington und Kalifornien, die junge Weine liefern sollen. Die US-Tochterfirma BW2 hofft, schon bald die Flaschen im Internet verkaufen zu können. In Japan hat Tanaka seine Maschine schon bei Winzern, Reisweinherstellern und in Destillerien vorgestellt. Nur ein einziger zeigte bisher Interesse. In Europa, wo die Weinkultur zu den Grundpfeilern der Zivilisation gehört, ist die Skepsis noch größer, denn wie soll aus einem Wein minderer Qualität in Sekunden ein magischer, reifer Wein entstehen? Tanaka erklärt, dass im natürlichen Reifungsprozess der Geschmack eines Weins aus der Verbindung von Alkohol mit Gruppen von Wassermolekülen, entstehe. Wie dies genau funktioniert, wird in der Wissenschaft noch diskutiert, Tanaka hat aber nach eigenen Angaben mit seinem patentierten Elektrolyseverfahren einen Weg gefunden, die Wassermolekülgruppen in Sekunden so aufzubrechen, dass sich diese mit dem Alkohol verbinden können. Für den untrainierten Geschmack wurde so aus einem Beaujolais Nouveau 2005 ein vollmundiger, komplexer Wein. Ein genau so behandelter Sauvignon Blanc 2004 war im Nachgeschmack etwas trockener. Auch andere Arten von Alkohol lassen sich nach Tanakas Worten auf diese Art behandeln und veredeln. "Wir könnten guten Wein für Europa, guten Sake für Japan, guten Wodka für Russland oder guten Baijiu für China produzieren. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten." Der mit der Elektrolyse behandelte Wein hat noch weitere Vorteile, so Akihiro Hishima, ein Mitarbeiter des Entwicklerteams. Ein solcher Wein sei gesünder, weil er nicht so leicht oxidiere und keine künstlichen Anti-Oxidationsmittel brauche, die fast jedem Wein hinzugefügt würden, schwenkt sein Weinglas und beißt in ein Stück Camembert. Tanaka macht sich aber keine Illusionen, die Jahrtausende alte Geschichte der Weinherstellung über Nacht neu schreiben zu können, denn es gibt viele Widerstände - nicht nur in der Weinindustrie. Wir von der Redaktion runzeln die Stirn! Ist denn dem Erfinder- und Tüftlergeist derzeit wohl gar nix mehr heilig? Ob der Wein unter solchen Umständen weiterhin des Menschen Herz erfreuen wird?
Klaus W. Grundstein
"Schnüffelnde" Chips"
Wissenschaftler an der University of California at Berkeley entwickeln preiswerte Halbleiter, die zum Beispiel "riechen" können. Solche Sensoren bestehen aus einem gedruckten Feld von Transistoren, die Gerüche und Chemikalien in der Umgebung erkennen. Mit ihnen können Verbraucher gewarnt werden, wenn sich z. B. der Inhalt eines Medizinfläschchens in unerwünschter Weise verändert hat. Solche "Silizium-Nasen" gibt es schon längst. Sie kosten aber Hunderte von Dollar und sind daher für alltägliche Anwendungen zu teuer. Die Berkeley-Forscher wollen diesem Problem durch druckbare und damit billig massenproduzierbare Schaltungen aus organischen Kohlenstoff-Halbleitern zu Leibe rücken. Über verschiedene Zusammensetzungen reagieren die einzelnen Transistoren verschieden auf unterschiedliche Reize oder Substanzen wie etwa Säuren und senden dann ein elektronisches Signal aus. Mit einem solchen "Schnüffel-Chip" ließe sich z. B. auch stichhaltig beweisen, dass ein Wein ungenießbar (geworden) ist. Entsteht daraus möglicherweise eine "Tragepflicht" solcher "Schnüffelchips" für Sommeliers oder steckt dann ein solcher Schnüffler bereits in der Weinflasche? Macht es nur Plopp beim Öffnen der Weinflasche, dann ist der Wein o.k. Gibt es ein Warnsignal ... dann, ja dann hat sich wohl was verändert? Ist dies eine gute Nachricht für Wein-Dilettanten? Ich lasse es offen und vertraue weiterhin "meiner eigenen" Nase! "Prosit"!
Klaus W. Grundstein

Wein und Schokolade

Vom Tabu zum Traumpaar
Wein und Kakao sind beide seit Jahrtausenden geschätzte Kulturgüter der Menschheit. Eine geschmackliche Verbindung von Wein und Schokolade jedoch war lange ein „weißer Fleck“ auf der Genusslandkarte und wie zwei Königskinder, die, warum auch immer, nicht zueinander fanden.
mehr …

Kakao
Das "Götter-Getränk" der Olmeken, Mayas und Azteken
Grundsubstanz für das "Götter-Getränk" Kakao sind die großen, braunen Samen (Kakaobohnen) des Urwaldbaumes, der vom großen Botaniker Linné "Nahrung der Götter" (Theobroma cacao L.) genannt wurde. mehr …

Kultgetränk Kaffee
Klein, stark, schwarz
Für den Wahrheitsgehalt einer mündlichen Überlieferung aus Abessinien, nach der im 7. Jahrhundert n. Chr. eine Ziege für die Entdeckung des Kaffees verantwortlich zeichnet, soll an dieser Stelle keine Verantwortung übernommen werden. Dennoch wollen wir im Folgenden nachvollziehen, wie das köstliche und legendäre Kultgetränk Kaffee aus Afrika über den Orient seinen Weg nach Europa fand.
mehr …

Kork & Korkenzieher
Fakten, Tradition und Technik
Kork ist eines jener Produkte, die seit Jahrtausenden von den Menschen genutzt werden. Bereits die Ägypter haben vor über 4000 Jahren Kork verwendet, später auch die Chinesen, Griechen und die Römer. Im alten Rom wurden unter anderem fassartige Gefäße mit Korkstücken verschlossen. Mit aufkommen der Glasflaschen im 17. Jahrhundert, begann der Kork seinen Siegeszug als Flaschenverschluß. mehr ...

Olivenöl
Flüssiges Gold des Südens
Aus dem Leben im Mittelmeerraum ist das Olivenöl nicht wegzudenken. Seit Jahrtausenden wird dort traditionell Olivenöl verwendet. Seit Auch in Deutschland ist das Interesse am Olivenöl stark gewachsen. Grund genug, sich mit dieser Delikatesse genauer zu befassen. mehr ...


Allergien auslösende Stoffe müssen gekennzeichnet werden
Daher muss "Enthält Schwefel" auf dem Weinetikett stehen
Elf Lebensmittelgruppen und Schwefelchemikalien, die besonders häufig Allergien auslösen, müssen ab 25. November 2005 auf Produktverpackungen angegeben sein. Es sind glutenhaltiges Getreide (u. a. Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel), Sesamsamen, Eier, Fisch, Krebstiere, Milch, Soja, Erdnüsse, Nüsse/Schalenfrüchte, Sellerie, Senf und Schwefeldioxid/Sulfite. Diese potentiellen Allergieauslöser müssen in der Zutatenliste oder gesondert genannt sein, es sei denn, sie sind Teil des Produktnamens. Produkte ohne Zutatenliste müssen Einzelhinweise tragen. Das ist der Grund, dass mittlerweile auf den meisten Weinetiketten "enthält Schwefel" steht und die Wein-Etiketten somit um einen Aufdruck reicher sind. Der Schriftzug "Enthält Sulfite", muss zu lesen sein, wenn der edle Tropfen geschwefelt wurde, was fast immer der Fall ist. Der Sinn dieser Information ist umstritten. "Schwefeln" eines Weines oder fachmännisch "Zusatz von Sulfiten" gibt dem Wein eine mikrobiologische Stabilität und verhindert seine vorzeitige Oxidation; dabei benötigen trockene Weine etwas weniger, süße etwas mehr Sulfite, ohne die die Weine kaum für längere Zeit haltbar zu machen wären. Hierbei ist anzumerken, dass Sulfite Allergien auslösen können, die vor allem Asthmatikern zu schaffen machen. Dabei werden durch das sich im Magen befindliche Schwefeldioxid bestimmte Rezeptoren der Atemwege gereizt, die die Bronchien verkrampfen lassen. Die Europäische Union verlangt seit dem 25. November 2005 nun das für den Wein, was für Lebensmittel wie Rosinen und Meerrettich schon lange gilt: Sobald der Sulfit-Gehalt den Wert von 10 Milligramm pro Liter Wein überschreitet, muss dies gekennzeichnet werden. Die neue Vorschrift gilt in allen europäischen Mitgliedstaaten. Obwohl von den Winzern stets gefordert wird, die Weinetiketten möglichst zu entrümpeln, werden sie somit von der EU verpflichtet, dass mehr auf dem Weinetikett steht. Die Aufschrift "Enthält Sulfite" wird in der Weinbranche eher als "verwirrend" denn aufklärend angesehen. Schon die Römer schwefelten ihren Wein. Auch heute gibt es kaum Weine ohne Sulfite! Fachleute bestätigen, dass der von der EU genannte Wert von zehn Milligramm pro Liter, ab dem das Schwefeln gekennzeichnet werden muss, bei den meisten Weinen schon von Natur aus überschritten wird. Sie betonen dabei gleichzeitig, dass Schwefeln heute nötiger denn je ist, da die Verbraucher frische, junge Weine fordern. Ein edler Tropfen ohne Schwefel bekommt nun mal einen faden, alten Geschmack. Selbstverständlich gibt es einen Grenzwert, bis zu dem Wein geschwefelt werden darf. Dieser wird in der Weinbranche generell nur zu 50 bis 70 Prozent ausgeschöpft. Dass Schwefel im Wein Kopfweh verursache ist eine weit verbreitete These, die aber auf einem Missverständnis beruht, das die Verbraucher sogar vom Kauf einer Flasche Wein abhalten kann, wenn sie auf dem Weinetikett "Enthält Sulfite" lesen. Bei der Geisenheimer Forschungsanstalt wird kein direkter Zusammenhang zwischen Sulfiten im Wein einerseits und Kopfschmerzen andererseits gesehen. Hauptursache für Kopfschmerzen sei immer noch das übermäßige Konsumieren von Wein. Eine weitere Ursache liegt aber auch in mangelnder, kellertechnischer Hygiene, durch die Fuselöle entstehen. Schließlich gibt es Hinweise, dass biogene Amine für die Kopfschmerzen verantwortlich sind. Hier ist jedoch anzumerken, dass viele Käsesorten hundert Mal so viel biogene Amine enthielten wie Wein - und dennoch keine Kopfschmerzen verursachen. Die Kennzeichnungspflicht gilt nur für Lebensmittel, die nach dem 25. November 2005 hergestellt wurden. Produkte, die vor dem Stichtag produziert wurden, dürfen weiter verkauft werden. Ausgenommen sind von der Kennzeichnungspflicht vorerst 22 Stoffe und Lebensmittelzutaten, die nach Ansicht von Experten durch die Verarbeitungsprozesse so stark verändert werden, dass sie ihr allergenes Potenzial verlieren. Dazu gehören zum Beispiel Glukosesirup aus Weizenstärke, Fischgelatine als Trägerstoffe für Vitamine und Aromen sowie Senföl. Aus Sicht der Verbraucherschützer gibt es bei der Lebensmittelkennzeichnung allerdings auch weiterhin Lücken. So bleiben lose Lebensmittel wie Backwaren, Feinkostsalate sowie Wurst und auch das Essen in der Kantine von der Kennzeichnung ausgenommen. Außerdem gilt die Regelung nur für die zwölf Hauptallergene. Wer auf andere Lebensmittelbestandteile allergisch reagiert, muss weiterhin auf aufpassen und beim Hersteller nach der Zusammensetzung fragen. Erleichtert wird die Orientierung für Allergiker allerdings durch den Wegfall der "25-Prozent-Regel", nach der die Bestandteile zusammengesetzter Zutaten unter 25 Prozent Gewichtsanteil nicht aufgelistet werden mussten. Künftig müssen die "Zutaten der Zutaten" nun vollständig deklariert werden. Dadurch kann der Verbraucher die Zutaten der Fruchtzubereitung im Joghurt oder die Bestandteile von Brühwürstchen im Eintopf erkennen. Ausnahmen gibt es nur in Einzelfällen, wenn eine zusammengesetzte Zutat weniger als zwei Prozent des Produkts ausmacht und keines der Hauptallergene enthält. Dazu gehören unter anderem Kräuter und Gewürzmischungen, Fruchtsäfte oder Konfitüre. Für Allergiker, die ins Ausland reisen wollen, hat das Europäische Verbraucherzentrum Kiel den Sprachführer "Mit Allergien auf Reisen" herausgegeben und die Liste der kennzeichnungspflichtigen Zutaten in 14 Sprachen übersetzt.
Klaus W. Grundstein

Vino Lok - ein Ei des Columbus?
Das "Vino-Lok-System" der Firma Alcoa ist ein innovatives Verschlusssystem für Weinflaschen. Es besteht aus einem ästhetisch ansprechenden Glasstopfen mit einer speziellen Dichtung für sicheren Halt im Flaschenhals sowie einer Aluminiumüberkappe zur Originalitätssicherung. Der Glasstopfen vermittelt Wertigkeit in Material und Design und garantiert die Geschmacksneutralität des Weins. Eine spezielle AluCap gewährleistet den Schutz des Glasstopfens und dient zur Originalitätssicherung. Sie wird über eine kleine gegossene Glasausbuchtung am Flaschenhals nach rechts oder links abgedreht. Das Vino-Lok-System ist verbraucherfreundlich ohne Hilfsmittel zu öffnen. Zum Öffnen wird einfach der AluCap-Verschluss abgedreht und der Glasstopfen mit der Hand "aufgeklickt". Der Glasstopfen kann auf der flachen Oberseite sowohl mit einer Dekoration als auch mit einem Emblem oder Logo versehen werden. Die Aluminiumüberkappe ist in verschiedenen Farben und mit verschiedener Bedruckung lieferbar. Der Vino-Lok kann zum Wiederverschließen der Flasche benutzt werden, ist mehrwegfähig und recyclebar. ALCOA Deutschland gehört zum ALCOA-Konzern, Pittsburgh/USA. ALCOA ist kein Leichtgewicht obwohl seine Produkte nur wenig wiegen. Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Rohaluminium, Aluminiumerzeugnissen und Rohstoffen zur Aluminiumherstellung. ALCOA verdiente 2004 netto 1,5 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 23,5 Milliarden Dollar. Alcoa beschäftigte in 2004 weltweit 119.000 Mitarbeiter. Der Konzern ist in der Luftfahrttechnik, dem Automobilbau, dem Bauwesen, der Verpackungsindustrie und vielen anderen Branchen, in denen Aluminium als Werkstoff eingesetzt wird, engagiert. Die ALCOA Deutschland GmbH mit Sitz in Worms gehört zum Geschäftsbereich der Alcoa Closures International (CSI) und ist im Bereich Entwicklung und Fertigung von Verschlüssen und Verschließmaschinen für die Getränkeindustrie tätig. Auf diesem Gebiet verfügt das Unternehmen über eine große Erfahrung und ist einer der weltweiten Marktführer. ALCOA stellt aber nicht einfach nur Verschlüsse her, sondern bietet der Weinwirtschaft ein Portfolio alternativer Weinverschlüsse für den Top-Premium-Wein ebenso wie für den Tafelwein. Den Kunden soll die Unterstützung geboten werden, die sie von einem marktführenden Unternehmen erwarten dürfen. War dies mit der Grund, dass Alcoa sich entschloss das neuartige Vino-Lok-System Glas-auf-Glas-Technologie) anzubieten? Das System wurde nach einer Idee des Mediziners und Mitglied der Weinbruderschaft Rheinhessen, Dr. Karl Matheis, "Glas ersetzt den Korken" durch ALCOA entwickelt und zur technischen Serienreife gebracht. Und das geschah so: Als sich seine Nachbarn mal wieder über Korkgeschmack ärgerten, fragte sich der Arzt aus Alzey in Rheinhessen: "Warum nicht Glas nehmen?" Dabei ist zu beachten, dass Dr. Matheis aus einem Weinbaubetrieb kommt. Von daher bekam er die zunehmende Qualitätsminderung der Naturkorken mit. Als Präventiv-Mediziner war er gewohnt vorbeugend zu denken. Die in der Medizin verwendete Infusionsflasche mit Glasstöpsel wurde sein Vorbild. Wein wird seit Jahrhunderten in Glasflaschen transportiert, warum also nicht einen Glasstopfen anstelle eines Korken auf die Glasflasche? Mit dieser Vorstellung marschierte Matheis zu Alcoa. Die dortigen Ingenieure legten noch einen Dichtungsring um den Teil des Stöpsels, der im Flaschenhals steckt. Er besteht aus dem gleichen Kunststoff, der in den Schraubdeckeln steckt, die wiederum seit mehr als 30 Jahren mit guten Erfahrungen im Einsatz sind. Neben allen Qualitätsansprüchen wird es auch einer gehobenen Ästhetik des Produkts Wein gerecht. Fachmedien sprechen bereits davon, dass dieser Glasstopfen den Weinmarkt revolutionieren wird denn Vino-Lok als der neue Weinflaschenverschluss scheint Unmögliches  möglich zu machen. Er ist geschmacksneutral, praktisch und zudem schick. Vom Naturkorken haben viele Winzer die Nase voll. Im Durchschnitt macht er mindestens 5 Prozent aller Flaschen mit dem Geruch nach modrigem Keller und nassem Karton ungenießbar. Und die bisherigen Alternativen - Schraubverschluss oder Kronkorken - kommen bei den meisten Weintrinkern nicht an. Für viele Weinliebhaber muss der Korken beim Öffnen der Weinflasche nun mal leise "ploppen". Beim Glaspfropfen bleibt wenigstens ein kleiner Trost: statt "Plopp" macht es dann ein leises "Klick". So ähnlich hat es wohl geklickt, als Karl Matheis die Idee "Glas statt Kork" im Dezember 2001 gebar. Die Stopfen sind mit etwa 35 Cent pro Stück zwar rund zehn Cent teurer als Korken. Der Glaspfropfen verhindert die Veränderungen, die der Kork verursachen kann: der Wein riecht oder schmeckt plötzlich dumpf, bitter, fruchtlos oder muffig. Dass dies am Kork liegen kann, wissen viele Weinkäufer nicht. Sie kaufen ihren Wein dann halt woanders. Nicht alle Winzer teilen die Euphorie mit dem Glaspfropfen; viele wollen erst einmal abwarten, da niemand weiß, wie sich der Verschluss über 25 Jahre und länger bewährt. Weltweit jedoch haben mittlerweile viele "die glasklaren Vorteile" von Vino.Lok erkannt und stellen darauf um - dies nicht zuletzt im Wissen, dass die EU-Kommission den europaweiten Schaden durch muffigen Korkgeschmack im Wein auf etwa 500 Millionen Euro im Jahr beziffert.
Klaus W. Grundstein

Rotwein-Substanz soll vor Alzheimer schützen
"Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben", sagte schon Wilhelm Busch. Dem Rebensaft werden gleich mehrere positive Effekte auf die Gesundheit zugesprochen. Einer viel zitierten dänischen Studie zufolge soll ein Glas Rotwein täglich vor dem Herzinfarkt schützen. Und dem edlen Tropfen werden noch weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Die WHO wiederum warnt vor regelmäßigem Alkoholkonsum, auch in geringen Mengen. Klar, dass im Job, im Straßenverkehr und für Risikogruppen Alkohol grundsätzlich tabu ist, aber sonst scheint Rotwein ein wahres Wundermittel zu sein. Lang ist die Liste der Beschwerden, gegen die Rotwein helfen soll und sie wird immer länger. Vor allem die Blutfließ- und Gerinnungs-Eigenschaften werden positiv beeinflusst, der Abbau des unguten LDL-Cholesterins gefördert und somit das Herzinfarktrisiko gesenkt. Rotwein wirkt durchblutungsfördernd und stärkt Herz und Kreislauf - so wird auch die Thrombosegefahr reduziert. Außerdem soll er vor Krebs und Gefäßerkrankungen schützen. Daneben gibt es noch jede Menge gesundheitsfördernder "Wohlfühlfaktoren": Ein Glas Rotwein wirkt stressabbauend, verdauungsfördernd, karieshemmend und verlangsamt den Abbau des "Glückshormons" Serotonin. Natürlich ist Wein im Alltag keine Medizin, kann aber unter Berücksichtigung aller Risiken Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Das Maß der Dinge macht's: Nur bei moderatem Genuss, das heißt bei einem Glas täglich kann man auf die positive Wirkung hoffen, trinkt man mehr, hebt der Alkohol sie wieder auf. Außerdem sollte der Wein zum Essen getrunken werden. Es sind verschiedenste Inhaltsstoffe aus der Natur-Apotheke, die dem Rotwein quasi medizinische Qualitäten verleihen. Vitamine, Mineralien, Spurenelemente  (z. B. Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer und Mangan) stecken im Wein. Aber auch Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe, die schon den Rebstock vor Krankheiten schützen und bei der Weinherstellung in diesen übergehen ohne ihre medizinische Wirkung zu verlieren, tragen ihren Teil dazu bei. Der Phenolgehalt im Wein variiert je nach Anbaugebiet und Herstellung. Dass er gerade im Rotwein so hoch ist, liegt daran, dass anders als beim Weißwein bei der Herstellung Stiele, Schalen und Kerne mitgekeltert werden, in denen die Phenole vor allem stecken. Eine andere Studie zeigt, dass auch die Art der Lagerung Einfluss auf die Menge hat. So sind in Eichenfässern gelagerte Rotweine noch wirkungsvoller, da sie viel Tannin enthalten. Eines der Phenole, das Resveratrol scheint eine wahre Wunderwaffe zu sein, da es auch Enzyme der Hirnzellen aktiviert. Vor allem aber haben die Phenole antioxidative Eigenschaften, das heißt, sie wirken der Verklebung von Blutplättchen und Fettablagerungen in den Arterien entgegen, die feinen Kapillare bleiben frei. Der gefährliche LDL-Cholesterin-Wert wird gesenkt, der "gute" HDL-Wert gehoben. Phenole verhindern den Abbau von Vitamin E, das der Körper dringend benötigt, um schädliche freie Radikale abzufangen. So wird der Entstehung von Krebs und Gefäßerkrankungen vorgebeugt. Sie sind also richtige Adern-Putzer, die die Fließfähigkeit des Blutes erhöhen und dazu beitragen, dass mehr Sauerstoff ins Gewebe gelangt. Die Haut wirkt jünger, das Hirn ist agiler. Und durch den Alkohol werden die Polyphenole im Wein konserviert. Außerdem fördert der Alkohol die Aufnahme Forscher vom Institute for Medical Research in Manhasset im US-Staat New York, haben jetzt eine Substanz aus Rotwein isoliert, die möglicherweise vor Morbus Alzheimer schützen kann (J Biol Chem, 2005, online). Die Substanz, das Polyphenol Resveratrol, haben die Forscher zu ß-Amyloid-produzierenden Zellen in Kultur gegeben. Amyloid-Plaques im Hirn treten bei Morbus Alzheimer auf. Mit Resveratrol war die Menge an Alzheimer-Peptiden in den Zellen deutlich verringert. Das Trinken von Rotwein reiche für einen Schutz allerdings nicht aus. Die Resveratrol-Konzentration im Wein läge weit unter denen der Zellkulturversuche. Die Forscher wollen nun die molekularen Mechanismen der Wirkung von Resveratrol auf die Amyloid-Synthese untersuchen. Sie sehen darin einen Ansatz für Medikamente gegen Alzheimer. Das Besondere am Wein ist die Summe seiner gesundheitsfördernden Stoffe, diedurch den Alkohol konserviert und leichter in den Körper aufgenommen werden. Aber dies funktioniert nur in Verbindung mit gesunder Ernährung, ausgewogener Lebensweise und ausreichend Bewegung. Als gesundheitlich verträglich gilt der Genuss von einem Glas Wein bei Frauen und zwei Gläsern Wein bei Männern. Ein Glas Rotwein kann also bei ausgesprochen moderatem Konsum in Verbindung mit einer gesundheitsbewussten Lebensweise vorbeugend zur Gesunderhaltung beitragen.
Klaus W. Grundstein

Innovative Analytik in der Weinwirtschaft
In der Weinwirtschaft gilt die so genannte "GrapeScan-Technik" als besonders innovativ. Dieses neue Verfahren wurde durch das Dienstleistungszentrum für den Ländlichen Raum (DLR) Neustadt vorangebracht. Mit ihm kann anhand der "FT-MIR-Methode" (Fourier Transformierte Mitte Infra Rot Spektroskopie) auf einfache Weise in nur wenigen Minuten eine Fülle von Qualitätsparametern, wie Reife, Gesundheit oder Gäreigenschaften der Trauben exakt bestimmt werden und macht eine qualitätsorientierte Bezahlung der Trauben auf analytischer Grundlage möglich - ein Vorteil, der die Weinqualität sicherlich noch weiter voranschreiten lässt. In weniger als 2 Minuten misst FT-MIR die Absorption des Traubensaftes über einen weiten Wellenlängenbereich. Für die Richtigkeit der Ergebnisse ist weniger die Hardware in Form des analytischen Gerätes GrapeScan, als die Software in Form einer umfassenden Eichung ausschlaggebend. Dabei werden die Ergebnisse der aufwändigen und exakten Referenzanalytik mit den Werten des GrapeScan verrechnet. Das rheinland-pfälzische Weinbauministerium förderte dieses breit anwendbare Analyseverfahren im Zeitraum 2002 bis 2004 als Forschungsprojekt am DLR Rheinpfalz, das im vergangenen Jahr erfolgreich validiert wurde. Ca. zehn Anwender in Rheinland-Pfalz und vierzig deutschlandweit messen mit dieser innovativen Analytik folgende chemische Größen: Mostgewicht (Dichte), Glucose, Fructose, Gesamtsäure, Wein- und Äpfelsäure, pH-Wert, hefeverfüg-barer Aminostickstoff, Ammonium, Kalium und Gerbstoffgehalt, so eine Verlautbarung von Prof. Dr. Fischer vom DLR Rheinpfalz. Der technische Betriebsleiter Jürgen Grallath vom Deutschen Weintor berichtet, dass der GrapeScan im Deutschen Weintor im Jahrgang 2004 erfolgreich getestet und die Erfassung sämtlicher Trauben-anlieferungen im aktuellen Jahrgang durch eine eigene Qualitätsmanagerin betreut worden sei. Die Erfassung der Traubenqualität mit dem GrapeScan ermöglicht eine erfolgreiche Rückkopplung über die Auszahlungspreise zwischen den vom Markt nachgefragten Weinqualitäten und den im Weinberg produzierten Trauben - eine Lösung für eine gerechte und objektive Preisfindung für den Bezug von Trauben und Most, die auch die Entlohnung der qualitätsfördernden Maßnahmen wie Ausdünnung, Entblätterung, intensiver Pflanzenschutz und selektive Lese honoriert. Genauso wichtig wie die Erfassung der Traubenqualität ist die Tatsache, dass der Kellermeister aus der Informationsdichte der FT-MIR-Analytik sehr wichtige Schlüsse für die weitere Trauben- und Weinbereitung ziehen kann:
· Wie lange soll die Maischestandzeit von Weißweintrauben sein oder bedarf es zur Säureschonung einer Ganztraubenpressung?
· Soll der Most geschönt werden und wenn ja, wie viel ist notwendig?
· Wie viel Gärsalz braucht der Most, damit der Wein sicher durchgärt?
· Sind die roten Trauben noch ausreichend gesund für eine Maischegärung und wenn ja, welche Maischegärdauer ist bei der  vorliegenden Tanninreife sinnvoll?
· Welche der angelieferten Traubenpartien der gleichen Rebsorte passen qualitativ zusammen, welche sollten besser getrennt bleiben? Der "GrapeScan" hilft nicht nur bei der objektiven Bewertung der Traubenqualität, sondern stellt viele schwierige und in kurzer Zeit zu treffenden Entscheidungen des Kellermeisters auf eine objektive und nachweisbare Wissensbasis. Auch bei der Gärkontrolle bietet der GrapeScan seine Dienste an, da innerhalb weniger Minuten der Vergärungsgrad oder der Gehalt an Milchsäure bestimmt werden kann. Gleiches gilt für die meisten Parameter bei der späteren weinchemischen Beurteilung des Weines. Ansprechpartner: Prof. Dr. Ulrich Fischer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum – Rheinpfalz, Abteilung Weinbau und Oenologie, Breitenweg 71, 67435 Neustadt a. d. Weinstraße, email: ulrich.fischer@dlr.rlp.de
Klaus W. Grundstein

Technologie im Weinbau
"Traubenernteentsafter" (engl. "juiceliner") - Quantensprung für den Weinbau weltweit?
Eine neue Generation Traubenvollernter könnte nach Ansicht von Günter Eymael, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Weinbauministerium, einen "Quantensprung für den Weinbau weltweit" bringen. In einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird eine Maschine entwickelt, die nicht nur Trauben erntet, sondern gleich im Weinberg über eine Zentrifuge entsaftet und den Trester zurücklässt. Noch ist die mobile Traubenernte- und Entsaftermaschine - englisch Juiceliner genannt - nur eine technische Studie, mit der derzeit die Funktionsweise getestet wird: Neue Maschine soll Wein lesen und gleichzeitig entsaften - kommt also der Traubenmost zukünftig direkt aus dem Weinberg? Ja! Das wird ein Vollernter der neuen Generation schaffen, der durch den Wingert fährt, die Trauben liest und gleich vor Ort entsaftet. Der Trester wird direkt wieder im Weinberg verteilt; in den Keller kommt nur der Traubenmost - fertig zur Vergärung. Die Entwicklung dieser Maschine ist noch in einem frühen Test-Stadium. Immerhin wurden im Herbst 2005 im Rheingau und in Rheinhessen 25 Hektar Weinbergsfläche bereits mit dieser Kombination aus Vollernter und Entsafter und einer horizontal liegenden Zentrifuge abgeerntet. Im Moment reist die Maschine per Schiff über den großen Teich nach Chile, wo sie ebenfalls getestet werden soll. Im Herbst 2006 wird sie dann noch einmal durch die heimischen Weinberge in Deutschland fahren. Die gesammelten Erfahrungen sollen für den Bau eines Prototyps genutzt werden. Professor Tilo Hühn vom Fachbereich Getränketechnologie der Hochschule Wädenswil/Schweiz kooperiert seit 1999 mit zwei in Rheinland-Pfalz ansässigen Unternehmen der Getränkebranche zur Entwicklung des"Traubenernteentsafters". Das Dienstleistungszentrum für den Ländlichen Raum (DLR) in Bad Kreuznach hat Versuchs- und Forschungsflächen zur Verfügung gestellt. Bei der Analyse der Polyphenolgehalte kooperieren die Schweizer Forscher außerdem mit dem Fachbereich Weinchemie und Getränkeanalyse der Forschungsanstalt Geisenheim. Das rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Weinbauministerium hatte sich nach sorgfältiger Prüfung der Unterlagen entschlossen, dieses außergewöhnliche FuE-Projekt mit überregionaler Bedeutung über die Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz im Rahmen der Technologieförderung mit 500.000 Euro zu unterstützen, von denen die Hälfte aus EU-Mitteln stammt. "Wir sehen hier eine Riesenchance, mit weniger Arbeitsschritten eine höhere Qualität zu erzeugen. Davon kann die Weinwirtschaft, aber auch der mittelständisch geprägte Maschinenbau im Land profitieren", betont Eymael. Der Staatssekretär skizziert folgende Vorteile: Wenn Ernte, Entsaftung und eine erste Stufe der Mostvorklärung in einem kontinuierlichen Prozess direkt im Weinberg ablaufen, kann eine sensible Lücke in der Traubenverarbeitung geschlossen werden. Durch die kurze Verweilzeit des Produktes in der Maschine werden mikrobiologische Vorgänge ebenso reduziert, wie die Beeinflussung durch zu hohe mechanische Belastung. Das führt zu einer spürbaren Verbesserung der Mostqualität. Die Weinbaubetriebe werden in der arbeitsintensiven Herbstkampagne zeitlich entlastet. Es entfallen die kompletten Rüst- und Prozesszeiten bis hin zur Mostvorklärung. Auch Entsorgungs- und Reinigungsarbeiten im Kelterhaus sowie der Trestertransport werden weniger. Die neue Technologie führt zu einer deutlichen Zeitersparnis. Wo das neue System über Lohnunternehmen eingesetztund auf herkömmliche Keltertechnik verzichtet werden kann, entstehen deutliche Kostenvorteile. Der Bau und der weltweite Vertrieb der neuen Technologie sichert und schafft Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz, das mit einer Exportquote von über 40 Prozent bereits jetzt an der Spitze der Bundesländer steht und somit auf den Weltmarkt angewiesen ist. "Wenn das neue System Marktreife erlangt hat und sich durchsetzt, werden wir prüfen, ob wir in den kommenden Jahren über eine Anpassung der so genannten "Einzelbetrieblichen Investitionsförderung" Maschinengemeinschaften bei der Anschaffung der neuen Technologie unterstützen können", sagte Eymael. Die Technik habe auf jeden Fall das Potenzial, die Außen- und Kellerwirtschaft im Weinbau weltweit zu revolutionieren. Rheinland-Pfalz als Deutschlands Weinland Nr. 1 müsse auch bei der Entwicklung neuer Technologien für die Weinwirtschaft Vorreiter sein, so sein Fazit.
Klaus W. Grundstein

Ältester Rebstock der Schweiz stammt aus dem Jahre 1798
Der älteste Rebstock der Schweiz steht in Leuk im schönen Wallis. Die aus dem Jahre 1798 stammende Pflanze wurde von den lokalen Winzern zu neuem Leben erweckt. Der sechs Meter lange und rund ein Meter dicke Rebstock befindet sich hinter der Leuker Kirche und wächst an den Mauern eines rund 500 Jahre alten Hauses empor. Es handelt sich um die alte Rebsorte "Rouge du pays". Um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um den ältesten noch lebenden Rebstock in der Schweiz handelt, wurden inzwischen zwei wissenschaftliche Arbeiten in Auftrag gegeben. Dazu gehört ein DNA-Test, der von den Eidgenössischen Forschungsanstalten in Birmensdorf und Wädenswil vorgenommen wird. Um das Erbgut des Rebstockes für die Zukunft zu sichern, haben sich die Winzer zur Bruderschaft "Vitis Antiqua 1798" zusammengeschlossen. Neue Triebe des Rebstocks wurden entnommen und an den besten Stellen in Leuk neu gepflanzt. Der erste Jahrgang konnte letztes Jahr gekeltert werden. Für die Leuker Winzer ist er außergewöhnlich würzig und exotisch, da er ein Feuer von Aromen entfalte. Der erste Jahrgang umfasst knapp 1000 Flaschen. Eine Flasche dieses Weins kann jedoch nur zusammen mit anderen lokalen Weinen erworben werden.
Klaus W. Grundstein

Das wichtigste aus den dreizehn deutschen Weinanbaugebieten zum Jahrgang 2005
Ahr
Die Winzer an der Ahr profitierten von dem sonnigen Jahr, denn die Reben entwickelten sich bei einem hervorragendem Gesundheitszustand bestens. Allerdings gab es im August lokale Hagelschläge, die die Ernte in den betroffenen Bereichen um etwa 40 Prozent reduzierte. Sonnige Zeiten im September und Oktober sorgten dafür, dass die Winzer ausgesprochen gute Qualitäten ernten konnten. Die Mostmenge an der Ahr liegt bei 39.000 Hektolitern
Baden
In Baden entspricht der Ertrag aufgrund der ausreichenden Wasserversorgung bei sehr guten Qualitäten weitestgehend dem der Ernte des Jahres 2004. Der Riesling entwickelte sich in diesem Jahr zu aller Zufriedenheit. Allerdings mussten sich die Winzer beim Rivaner mit 20 Prozent weniger Ertrag zufrieden geben. Die Lese von Grau- und Spätburgunder verlangte vom Winzer ein Händchen für den richtigen Lesezeitpunkt um optimales Lesegut einzubringen. Die Qualität der Trauben profitierte vom sonnigen Herbst, der täglich für steigende Öchslegrade sorgte. Insgesamt lag die Menge in Baden bei etwa 1,33 Millionen Hektoliter Most.
Franken
Die Bilanz zum Ende der Weinlese lautete: "Ein Wunschjahrgang wurde eingefahren". Im Juni und Juli zwar hatte sich die Sonne in Franken im Juni und Juli vergleichsweise rar gemacht, jedoch rettete der wärmste September seit Beginn der Wetteraufzeichnung die Qualitäten. Ein Super-Jahrgang wurde allerdings durch die ergiebigen Niederschläge während der Lese verhindert. Die Lese in Franken begann früh und wurde binnen drei Wochen in die Keller gebracht. Daher wird in Franken von der kürzesten Lese der Geschichte gesprochen. Die Erntemengen liegen bei etwa 400.000 Hektolitern.
Hessische Bergstraße
An der hessischen Bergstraße sind die Winzer mit ihrer Mostausbeute von etwa 31.000 Hektoliter zufrieden. Bei sonniger Witterung profitierten sie von den warmen, trockenen Oktobertagen, die das Mostgewicht Tag für Tag steigen ließen. Die Verbraucher können sich auf frische, gehaltvolle Riesling-Weine und kräftige Rotweine freuen.
Mittelrhein
Im Weltkulturerbe Mittelrhein profitierten die Reben an den Hängen des Rheintals von den diesjährigen guten klimatischen Voraussetzungen. Dies gilt insbesondere für den Riesling. Im August wurden die Weinberge auch vom Hagel getroffen. Dabei wurden insgesamt 85 ha Rebland, etwa 20 Prozent der Anbaufläche, bis hin zum Totalausfall in Mitleidenschaft gezogen. Die Ernte der Winzer am Mittelrhein beläuft sich auf ca. 30.000 Hektoliter.
Mosel-Saar-Ruwer
An der Mosel begann die Ernte mit dem 10. Oktober früher als im langjährigen Mittel und wurde im Vergleich zum vergangenen Jahr auch sehr früh abgeschlossen. Die Witterung war für den Riesling optimal. Daher wird es vom 2005er hervorragende trockene Weine aber auch zahlreiche edelsüße Spezialitäten geben. Die Mostgewichte lagen im Schnitt 10 Grad höher und die Fruchtsäuregehalte niedriger als 2004. Die Qualitäten sind hoch und die Erntemengen niedrig. Sie liegen bei 825.000 Hektolitern und damit 16 Prozent unter der letztjährigen Erntemenge.
Nahe
Die Nahewinzer konnten bei den frühen Rebsorten wie Rivaner, Bacchus, Portugieser, Regent oder Dornfelder eine reichliche Ernte einfahren. Dafür schrumpfte die Ertragsmenge bei den späten Sorten durch die zunehmende Feuchtigkeit und die damit verbundene selektive Lese. Die Ernte fiel an der Nahe in Bezug auf Menge und Qualität je nach Lage der Weinberge sehr unterschiedlich aus. Insgesamt wird die Erntemenge auf 300.000 Hektoliter geschätzt.
Pfalz
Die Pfalz hatte ganz im Gegensatz den anderen Anbaugebieten stellenweise Wassermangel zu verzeichnen. Im August mussten die Winzer insbesondere an der Mittelhaardt sogar ihre Weinberge bewässern. Dennoch lagen die Mostgewichte und Qualitäten über dem Durchschnitt im optimalen Bereich. Je nach Lage liegen die Erträge bis zu 25 Prozent unter der Vorjahresmenge. Insgesamt wird die Erntemenge in der Pfalz auf rund 2,1 Millionen Hektoliter geschätzt.
Rheingau
Die Traubenreife begann im Rheingau zwei Wochen früher als im langjährigen Mittel und somit auch der Lesebeginn. Viele Weingüter ernteten edelsüße Spitzengewächse in beachtlichem Umfang. Die Erträge lagen mit weniger als 70 Hektoliter pro Hektar deutlich niedriger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Mit einer Erntemenge von etwa 215.000 Hektoliter liegt der Rheingau um 24 Prozent hinter der letztjährigen Erntemenge.
Rheinhessen
Auch im größten deutschen Anbaugebiet Rheinhessen wurde eine deutlich geringere Erntemenge als im Vorjahr eingefahren. Die Menge lag bei 2,5 Mio. Hektolitern. Der Jahrgang vereint die tiefdunklen, kräftigen Spitzenrotweine des Jahres 2003 und die fruchtig, frischen Weißweintypen des Jahrgangs 2004. Dank rationeller Erntemöglichkeiten und großer Verarbeitungskapazitäten in den Kelterhäusern konnten die Winzer den Lesezeitpunkt weit hinaus schieben und im rechten Moment zügig ernten.
Saale-Unstrut
Die Winzer an Saale und Unstrut zählen zu den wenigen, die in diesem Jahr mehr ernten konnten als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Insgesamt waren es 29.000 Hektoliter, das sind zwar 22 Prozent weniger als im Vorjahr aber 8 Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Mit den Qualitäten bis zu 100 Grad Oechsle sind die Winzer sehr zufrieden.
Sachsen
Im kleinsten deutschen Anbaugebiet rechnen die Winzer mit einer hervorragenden Qualität. Vor allem die spät reifenden Sorten wie Traminer
und Riesling haben von dem sonnigen Herbstwetter profitiert. Aufgrund der Niederschläge im September mussten die Trauben stellenweise sehr selektiv gelesen werden. Die Ernte lag mit etwa 18.000 Hektolitern 4 Prozent über der des Vorjahres.
Württemberg
Die Winzer in Württemberg haben einen guten Qualitätsjahrgang ernten können. Die Menge und Qualität liegt zwischen den Jahrgängen 2003 und 2004. Die zu erwartenden Weine werden ihren Sorten- und Gebietstyp sehr schön ausprägen. Die Menge fällt mit 1,2 Millionen Hektolitern zwar ein wenig geringer als erwartet aus, passt aber genau in die aktuelle Marktsituation für Württemberger Weine.
Klaus W. Grundstein